Gullwing-America zeigt Replik des 300 SL Panamericana

Eine US-Firma will der Mercedes-Rallye-Legende 300 SL Panamericana mit aktuellen Motoren aus Stuttgart und viel Komfort unter einem bunten Retrogewand zur Wiedergeburt verhelfen

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  • gh
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München, 24. April 2009 – Die Wiedergeburt des Mercedes-Flügeltürers fürs 21. Jahrhundert in Gestalt des Mercedes SLS AMG rückt immer näher, neue Erlkönig-Bilder geben eine zunehmend konkreter werdende Vorstellung davon, welche Figur der Spitzensportler auf der Straße machen wird. Unterdessen will ein Amerikaner die Ur-Form des berühmten Sportwagens bewahren. Arturo Alonso, Chef der Firma Gullwing-America, will die für die Panamericana gebaute Variante des 300 SL, der in den USA den Beinamen Gullwing ("Möwenflügel") bekommen hat, mit aktueller Technik gleichfalls wieder auferstehen lassen.

Alonsos Entwurf für einen 300 SL Panamericana basiert auf einer SL-Replik der in Deutschland produzierenden Gullwing-AG. Über einem pulverbeschichteten Stahl-Chassis liegt die Karosserie aus Aluminium- und Fiberglas-Schichten. Keine Stoßfänger, seitlich austretende Endrohre und ein neu gezeichneter Grill kennzeichnen den Panamericana-Nachbau. Im Vergleich zum Original kommen jede Menge Annehmlichkeiten in den Neuen. So wird der Wagen mit einer Servolenkung, einem Tempomaten, einem Startknopf, einer Klimaanlage, Hosenträger-Gurten, einem Becker-Mexico-CD-Radio mit iPod-Adapter und Maßgepäck aus Leder ausgerüstet.

Gullwing-America zeigt Replik des 300 SL Panamericana (16 Bilder)

Aus dem Jahre 2009: Der neue Mercedes 300 SL Panamericana von Gullwing-America (Zeichnung)

Im Fahrwerk des neuen 300 SL Panamericana arbeiten einstellbare Dämpfer, die Verzögerungsarbeit übernehmen rundum Scheibenbremsen mit rot lackierten AMG-Bremssätteln. Sie sitzen in 17-Zoll-Old-School-AMG-Leichtmetallfelgen. Als Motorisierung steht anfangs eine 5,5-Liter-V8-Mercedes-Maschine zur Verfügung, die zum Beispiel im SLK 55 AMG zum Einsatz kommt. Gullwing-America bringt das Aggregat über eine modifizierte Motorsteuerung von 360 auf 370 PS, das maximale Drehmoment steigt von 510 auf 530 Newtonmeter. 2010 will der Hersteller den Wagen auch mit einem Mercedes-V6-Motor anbieten. Das aus dem C 350 CGI BlueEfficiency bekannte Aggregat soll 320 statt serienmäßig 292 PS leisten, das Drehmomentmaximum sinkt leicht auf 360 Newtonmeter. Geschaltet wird über ein manuelles Sechsgang-Getriebe.