Ladegeräte für Auto-Akkus im Test

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Ein weiteres Kriterium für ein gutes Ladegerät sei, so die Tester weiter, ob ein Gerät in der Lage ist, bereits „angeschlagene“ Blei-Säure-Batterien noch einmal zu höherer Leistungsfähigkeit verhelfen zu können. Bei einer sogenannten Tiefentladung des Akkus konzentriert sich zusehends mehr Schwefelsäure im unteren Teil der Batterie, während sich oben Wasser sammelt. Dadurch reduziert sich die Kapazität einer Batterie und damit letztlich auch die Stromstärke, die der Akku dem Anlasser zum Starten zur Verfügung stellen kann. Um einem Akku auch bei einer Tiefentladung mit Hilfe des Ladegerätes wieder zuverlässig auf die Beine zu helfen, bedarf es einer kontrollierten Überladung, bei der die Batterie über vier Stunden mit bis zu 16 Volt geladen wird. Bei dieser „Re-Konditionierung“ vermischen sich Säure und Wasser wieder nahezu homogen und die Batterie kann im Idealfall erneut Energie bis zu ihrer Nennkapazität aufnehmen. Da aber die Gasungsspannung schon bei 14,4 Volt liegt, ist bei dieser „Re-Konditionierung“ allerdings Vorsicht geboten. Eine ausreichende Belüftung ist dabei unbedingt erforderlich.

Nur der Testsieger CTEK Multi XS 4003 beherrschte diesen Batterie-Auffrischungsmodus und kassierte dafür volle Punktzahl in Sachen „Intelligenz“ des Ladeverfahrens. Das CTEK ermöglichte auch als einziges Gerät im Test einen schonenden Langzeitbetrieb mit pulsender Erhaltungsladung. Dabei lädt das Ladegerät nur dann, wenn die Spannung unter einen bestimmten Wert fällt. Das spart langfristig nicht nur Geld, sondern verlängert auch die Batterielebenszeit. Ein interessantes Feature besonders für Motorradfahrer und Oldtimerbesitzer, die ihre Schätzchen oft für längere Zeit einmotten. Mit knapp 75 Euro ist der Testsieger nicht einmal das teuerste Gerät im Test, aber das einzige, das von der GTÜ das Urteil „sehr empfehlenswert“ bekam. (mfz)