Mietwagen im Ausland: Jeder Vierte mit erheblichen Mängeln
Mietwagenkunden können im Ausland nach wie vor ihr blaues Wunder erleben. Das ist das Fazit des zweiten ADAC-Mietwagentests, den der Automobilklub kürzlich in sechs Urlaubsländern durchgeführt hat
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München, 23. Mai 2007 – Mietwagenkunden können im Ausland nach wie vor ihr blaues Wunder erleben. Das ist das Fazit des zweiten ADAC-Mietwagentests, den der Automobilklub kürzlich in sechs Urlaubsländern durchgeführt hat.
Jeder FĂĽnfte fiel durch
Das Ergebnis ist ernüchternd: Jeder fünfte Anbieter von insgesamt 61 überprüften Stationen fiel durch. Jedes vierte Auto hatte erhebliche Mängel, jedes zehnte Fahrzeug war zudem nicht mehr verkehrssicher und hätte gar nicht vermietet werden dürfen. Weitere Kritikpunkte waren der Versicherungsschutz und der Service am Kunden. Kindersitze wurden oft als überflüssiger „Schnickschnack“ angesehen. In 16 Fällen gab es überhaupt keinen Sitz. Bei acht Anbietern war er für das Kind ungeeignet oder nicht sicher. Ein Vermieter verlangte für die Kindersicherheit 46 Euro Miete am Tag. Des Weiteren waren viele Verträge verwirrend oder oft nur in der Landessprache verfasst. Häufig war überhaupt nicht erkennbar, wie das Fahrzeug versichert ist. Es geht jedoch auch anders: Immerhin knapp 50 Prozent der Stationen erhielten ein „gut“ oder „sehr gut“.
Mietwagen im Ausland: Jeder Vierte mit erheblichen Mängeln (7 Bilder)

Tester beim Luftdruckmessen: Auch auf kleine Mängel wurde geachtet
Testsieger und -verlierer
Testsieger war die Avis-Station in dem Ort Santa Eulária des Riu auf Ibiza. Der dort angemietete Renault Clio war technisch tadellos, der Service nahezu perfekt. Testverlierer war ein Suzuki Samurai, der von der „Awasun Travel Agency“ im türkischen Side in einem technisch völlig desolaten Zustand angeboten wurde. Der gut acht Jahre alte Geländewagen war nicht mehr fahrtauglich. Fehlanzeige auch beim Mietvertrag. Einmal mehr kam somit der Testverlierer aus der Türkei.