Umfrage: Viele Autofahrer telefonieren ohne Freisprechanlage

Jeder fünfte Fahrer telefoniert auch während der Fahrt mit dem Handy am Ohr, lautet ein Ergebnis einer Dekra-Umfrage – und das, obwohl über 90 Prozent der Befragten dies als gefährlich ansehen

vorlesen Druckansicht 5 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • ssu
Inhaltsverzeichnis

Stuttgart, 26. Januar 2010 – Viele Autofahrer telefonieren auch während der Fahrt mit dem Handy am Ohr. So lautet das Ergebnis einer Umfrage der Prüf-Organisation Dekra. In Autos ohne Freisprechanlage telefoniert demnach mehr als jeder fünfte Fahrer (22 Prozent) am Steuer – obwohl über 90 Prozent dies als gefährlich ansehen.

Als wichtigsten Grund für den Verzicht auf ein Freisprechgerät nannten die Autofahrer, das Verbot sei ihnen schlicht egal (58 Prozent). Knapp ein Drittel (31 Prozent) der 1800 Befragten hält eine Freisprecheinrichtung für zu teuer. Die Anlage funktioniere nicht mit dem neuen Handy, geben 24 Prozent an; es werde nur selten kontrolliert, finden 20 Prozent der Befragten. Junge Autofahrer gaben als Hinderungsgrund für eine Freisprecheinrichtung besonders häufig (41 Prozent) einen zu hohen Preis an.

Umfrage: Viele Autofahrer telefonieren ohne Freisprechanlage (2 Bilder)

Als dieses Handy-Modell modern war, war dessen Nutzung während der Fahrt in Deutschland noch nicht verboten ...

(Bildquelle: ADAC)

Mehr als jeder vierte Autofahrer gab an, er könne auf das Telefon im Auto nicht mehr verzichten. Von den Männern meinen 29 Prozent, dass sie im Auto unbedingt telefonisch erreichbar sein müssen, von den Frauen geben dies 19 Prozent an. Zugleich ist in Autos von Männern mit 40 Prozent deutlich häufiger ein Freisprechgerät an Bord als bei den Frauen (24 Prozent).