VW-Tochter Seat investiert weitere Milliarden in Elektromobilität

Am spanischen Hauptstandort sollen ab 2025 Elektroautos gebaut werden – sofern es eine Nachfrage gibt.

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VW-Tochter Seat investiert weitere Milliarden in Elektromobilität

Cupra el-born wird Seats erster vollelektrischer Pkw.

(Bild: Seat)

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  • dpa

Die spanische Volkswagen-Tochter Seat will bis 2025 fünf Milliarden Euro in Forschung sowie in die Entwicklung neuer Modelle und Werke investieren. Am katalanischen Hauptstandort Martorell sollen vollelektrische Fahrzeuge gefertigt werden, sobald der Markt für Elektroautos gewachsen sei, sagte der seit Jahresanfang amtierende neue Vorstandschef Carsten Isensee am Mittwoch in Barcelona.

Mit dem Geld sollen laut Seat in erster Linie neue Projekte zur Elektrifizierung der Flotte finanziert werden. Zudem werden die Werke in Martorell und Barcelona neue Produktionsanlagen bekommen. Seat wolle die Umwandlung der Autoindustrie in Spanien vorantreiben, erklärte Isensee: "Die Zukunft erfordert mehr Digitalisierung, mehr Automation, mehr Einsatz erneuerbarer Energien."

Wayne Griffiths, Vorstand für Vertrieb und Marketing, erklärte, der aktuelle Wandel der Branche sei für neue Marken wie die 2018 ins Leben gerufene Cupra "eine Riesenchance". Seat könne damit einen Umsatz von einer Milliarde Euro erreichen, "sobald die gesamte Produktpalette auf dem Markt verfügbar ist".

Im zweiten Halbjahr beginnt die Produktion des Cupra Formentor. Der Cupra el-Born soll 2021 folgen. Dieses erste vollelektrische Modell der Marke soll im VW-Werk Zwickau gebaut werden, wo auch der Volkswagen ID.3 entsteht – das leicht verzögerte, wichtigste VW-Projekt 2020. Der Wagen soll eine neue Reihe von E-Fahrzeugen begründen. Die Gesamtinvestitionen im Konzern liegen bis 2024 bei 33 Milliarden Euro, davon entfällt ein Drittel auf die Autos der VW-Hauptmarke.

(anw)