Vom Kutschbock zum Hightech-Sitz
Seite 2: Vom Kutschbock zum Hightech-Sitz
Der Opel Olympia
Die Zeitreise führt uns weiter ins Jahr 1950 zum Opel Olympia. Die zweitürige Cabrio-Limousine wartet mit einer bequemeren Sitzposition auf. Nun können wir das Gestühl sogar in der Länge verstellen. Natürlich ist die Art und Weise, wie das gemacht werden muss, rudimentär und kompliziert – aber es funktioniert. Diese Konstruktion gestattet es größeren und kleineren Fahrern, beinahe gemütlich voranzukommen. Außerdem gibt es im Olympia sogar die Möglichkeit, die Lehnen der Vordersitze nach vorne zu klappen, um so den Hinterbänklern den Einstieg zu erleichtern. Von Kopfstützen und Seitenhalt ist aber auch hier keine Spur und die Bequemlichkeit fordert ihren Tribut, denn was die Verkehrssicherheit angeht, ist der verstellbare Sitzrahmen eher kritisch zu betrachten.
Der Opel Kapitän
Der Opel Kapitän ist nur sechs Jahre jünger, bietet aber bereits die Möglichkeit, die vordere Sitzbank stufenlos in der Länge zu verstellen. Außerdem können wir die Rückenlehnen durch Ziehen an einem Hebel und gleichzeitigem Druck auf die Lehne individuell einstellen. Kurze Zeit später hielten dann vorne einzelne Sitze Einzug in den Kapitän.
Der Opel Monza
Im Opel Monza aus dem Jahr 1978 können wir den Sessel nun, dank ausziehbarem Teleskopstab, mit relativ wenig Kraftaufwand sogar in der Höhe verstellen. Überdies kommen in diesem Modell optionale Kopfstützen zum Einsatz – erster Hinweis darauf, dass neben Komfort auch Sicherheit zu einem Entwicklungskriterium wird.
Der Opel Omega B
Unsere Retrospektive endet im Jahr 1994 beim Opel Omega B. Die Sitze sind jetzt in der Länge, in der Höhe und in der Neigung verstellbar. Sie bieten eine gute Seitenführung, eine ausreichende Oberschenkelauflage und selbstverständlich die inzwischen gesetzlich vorgeschriebenen Kopfstützen. Das Gestühl hat Klubsessel-Charakter und obwohl es bereits 14 Jahre auf dem Buckel hat, fühlen wir uns wohler als auf manchem neuen Autositz.