iOS vs. Android – Argumente für den Wechsel zu Apple

Seite 6: Mac-Integration

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Der ideale Partner für ein iOS-Gerät ist wenig überraschend der Mac. Schon seit Langem dient er als Partner für den Datenabgleich und als Backup-Ziel. Apple treibt die Verzahnung seiner beiden Betriebssysteme stetig voran. Ist die iCloud-Fotomediathek aktiviert, landen mit dem iPhone geschossene Fotos automatisch auch auf dem Mac. Umgekehrt bearbeitet man am Mac erstellte Pages-, Numbers- und Keynote-Dokumente im jeweiligen iOS-Programm weiter.

Unter dem Namen Continuity fasst Apple eine ganze Reihe von Funktionen zusammen, die iOS ab 8 und OS X ab 10.10 enger miteinander verbinden (siehe Mac & i Heft 5/2016, S. 32). Handoff erlaubt es, nahtlos zwischen zwei Geräten zu wechseln, die per Bluetooth 4.0 miteinander in Kontakt stehen und mit derselben Apple-ID angemeldet sind. So können Anwender beispielsweise auf dem Heimweg am iPhone eine E-Mail verfassen oder an einem Pages-Dokument arbeiten und zu Hause auf dem MacBook oder iPad genau dort weiterschreiben, wo sie aufgehört haben. Handoff-kompatibel sind beispielsweise die Apple-Apps Mail, Safari, Pages, Numbers, Keynote, Maps, Nachrichten, Erinnerungen, Kalender und Kontakte. Die Schnittstelle steht auch externen Entwicklern offen.

Ein weiterer Aspekt von Continuity ist die Fähigkeit, den Mac für klassische Handy-Aufgaben zu nutzen. So führt man Telefongespräche einfach am Mac, der per WLAN mit dem iPhone in Kontakt bleibt, und verschickt und empfängt über die Nachrichten-App von macOS ab OS X Yosemite auf Wunsch auch SMS (ab iOS 8.1). Den drahtlosen Datenaustausch per AirDrop gibt es schon länger. Seit iOS 8 und OS X 10.10 fliegen Daten auch zwischen Macs und iOS-Geräten hin und her, sofern sie Continuity-kompatibel sind. Wer viel mit MacBook und iPhone unterwegs ist und sich zum Surfen nicht in die nächste Kaffeerösterei begeben will, dürfte den Instant Hotspot besonders hilfreich finden. Einfach am iPhone den persönlichen Hotspot starten, schon findet das MacBook ihn beim WLAN-Scan automatisch und meldet sich an – ganz ohne Passwort.

Mac mit macOS Sierra.

(Bild: dpa, Andrea Warnecke)

Die meisten Continuity-Funktionen setzen ein iOS-8-kompatibles Gerät mit Bluetooth 4.0 voraus. Das sind alle ab dem iPhone 5, dem iPad mini, dem iPad ab der vierten und dem iPod touch der fünften Generation. Auf Mac-Seite taugen als Gegenstelle alle Typen ab dem Modelljahr 2012, die durchweg Bluetooth 4.0 an Bord haben. Allein das Telefonieren und SMS-Schreiben am Mac klappt auch mit älteren Generationen. Viele ältere Macs lassen sich mit dem sogenannten Continuity Activation Tool (CAT) oder mit einem Bluetooth-4.0-Stick für Continuity fit machen.

Die Zahl verfügbarer Apps interessiert schon lange keinen mehr, nur Microsoft muss darüber noch reden. Interessanter ist die Frage, wo es die besten Apps gibt. Und da hat Apple immer noch einen Vorsprung. Für Entwickler ist der App Store attraktiver, weil die meisten Nutzer dort bereits ihre Kreditkartendaten hinterlegt haben – die Hemmschwelle für einen Kauf liegt also niedriger. Außerdem ist die Geräte-Vielfalt bei Apple wie erwähnt kleiner als bei Android. So können Entwickler ihre Apps einfacher an die Hardware anpassen und schneller neue Funktionen ausliefern. Trotz neuer Formfaktoren sind iPhone 6 und 6 Plus dafür beste Beispiele, denn nur kurz nach deren Marktstart hatten viele Entwickler ihre Apps bereits für die größeren Displays angepasst.

Vom Küchenradio bis zum Auto: Ein iPhone kann man fast überall anschließen. Den gut sieben Jahre genutzten Dock-Anschluss hat Apple zwar vor einigen Jahren gegen die kleine Lightning-Buchse getauscht, aber es gibt einen Adapter, mit dem sich altes Zubehör weiter nutzen lässt. Der Lightning-Anschluss dürfte eine ähnlich hohe Lebenserwartung haben, und mittlerweile gibt es von Akku-Hüllen über Game-Controller bis hin zu TV-Tunern auch zahlreiches Zubehör speziell fürs iPhone 6(s) und iPhone 7. Hinzu kommen jede Menge Lautsprecher und HiFi-Komponenten mit AirPlay und speziell fürs iPhone entwickelte Sport-Sensoren – insgesamt ist das Angebot größer als für Android und Windows Phone.