Folientaster selbstgemacht – von Hand oder mit der Maschine
Seite 4: Zusammenbau und Test der Folientaster
Um die Polydomes-Schicht funktionstüchtig zu machen, müssen die Innenseiten leitfähig sein. Erst dann können Sie beim Herunterdrücken den Schalter der Leiterbahnschicht schließen. Dazu schneiden wir kreisförmige Flächen aus selbstklebendem Kupferband aus und setzen sie in die Innenseiten der Polydome ein. Bevor im letzten Schritt alle drei Schichten miteinander verklebt werden ist es ratsam, die korrekte Funktion der Folientaster mittels eines Multimeters zu überprüfen. Hierzu bietet sich ein einfacher Durchgangstest an, der kontrolliert, ob die Leitungen beim Herunterdrücken elektrisch miteinander verbunden werden. Ist dies nicht der Fall, sollte unbedingt getestet werden, ob alle Leitungen in Ordnung sind und der jeweilige Polydome samt seiner leitfähigen Fläche die Schaltung überbrückt. Wenn alles erfolgreich verlief, steht dem Verkleben mit doppelseitigem Klebeband nichts mehr im Wege: Fertig ist der erste selbstgebaute Folientaster.
Zusammenbau der Pushable-Folientaster (4 Bilder)

Die mögliche Anwendungsgebieten fĂĽr Folientaster sind sehr unterschiedlich. Man findet sie beispielsweise in Autos, der Medizintechnik, der Gastronomie und auch in Spielcontrollern. Kurz gesagt ĂĽberall dort, wo Taster mit einer niedrigen Einbautiefe und einem taktilen Feedback gebraucht werden. Mit Folientastern lassen sich sehr dĂĽnne und leicht zu reinigende, integrierte Paneele bauen, die sich durch konventionelle Taster nur schwer realisieren lieĂźen. Wir verwenden die Folientaster, um neue Interaktionsansätze zu erforschen, etwa fĂĽr Smartwatch-Armbänder oder interaktive PapierÂanwendungen, die so mit dĂĽnnen und gleichzeitig biegsamen Schaltflächen ergänzt werden.
Anwendungsbeispiele von Folientastern (4 Bilder)

Fazit
Wir hoffen, dass sich durch die Möglichkeit, individuelle Folientaster herzustellen, neue Projektideen und Anwendungsfelder im DIY-Umfeld ergeben, die sich vorher nur schwer realisieren ließen. Die hier vorgestellten Verfahren geben einen ersten Einblick über mögliche Herstellungsprozesse, die offen für die Weiterentwicklung und Optimierung sind. Wir sind gespannt auf Projekte, die unseren Pushable-Ansatz verwenden! (hch)