Geschenke fĂĽr Fotografen fĂĽr jedes Budget
Seite 6: Urban Explorer: Die Faszination der Stadtfotografie
Streetfotografie ist ein faszinierendes Genre der Fotografie, das das alltägliche Leben und die Welt um uns herum in ihrer ungeschminkten Form festhält. Ihr Reiz liegt darin, spontane und authentische Momente einzufangen, die oft unbemerkt bleiben. Sie bietet einen ehrlichen Blick auf die Gesellschaft, zeigt menschliche Emotionen und Interaktionen und erzählt Geschichten ohne Worte. Wenn die Person, die Sie beschenken möchten, bereits begeistert Street fotografiert, dann benötigt sie oder er vermutlich keine Kamera mehr, sondern vielleicht eher eine schöne Fototasche oder einen stylischen Kameragurt. Möglicherweise fehlt aber auch noch das passende Aufnahmegerät.
Streetfotografie leicht gemacht: Perfekte Kameras fĂĽr urbane Entdecker
Für die Streetfotografie in der Stadt ist eine kleine und handliche Kamera perfekt. Man trägt nur wenig mit sich herum und kann schnell reagieren. Aber am wichtigsten ist, dass man nicht als Fotograf auffällt. Das hilft vor allem dann, wenn man Menschen in seine Komposition mit einbinden möchte. Es lohnt sich also, das richtige Equipment für eine Tour durch die Stadt zu wählen. Eine Kamera mit APS-C-Sensor ist meist ein guter Kompromiss zwischen guter Bildqualität und kompakter Größe. Nicht immer muss es auch das neuste Modell sein. Wenn die beschenkte Person Wert auf Nachhaltigkeit legt, dann schauen Sie auch gern einmal im Gebrauchtmarkt nach einem Vorgängermodell.
(Bild:Â KI)
Eine Kamera, die sich anbietet, ist beispielsweise die Canon EOS R50 mit ihren kleinen und leichten RF-S-Objektiven. Eine kleine APS-C-Systemkamera wie sie hat den Vorteil, dass man je nach Fotosituation verschiedene Objektive anbringen kann. Sie verfĂĽgt ĂĽber ein gutes und modernes Autofokussystem, das sogar Tiere oder Fahrzeuge erkennt und verfolgt.
Eine noch recht neue spiegellose Systemkamera ist die Nikon Z50 II. Sie ist klein, leicht und diskret zu transportieren und besitzt einen schnellen und präzisen Autofokus. Der APS-C-Sensor sorgt für eine gute Bildqualität bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen, was besonders in der Streetfotografie von Vorteil ist.
Eine Alternative dazu ist die beliebte APS-C-Kompaktkamera Fujifilm X100IV. Sie besticht mit einem kleinen, allerdings fest verbauten 23-mm-Objektiv (entspricht 35mm im Vollformat). Eine klassische Brennweite in der Straßenfotografie und sehr variabel einsetzbar. Außerdem ist die Bildqualität exzellent und das Retro-Design bietet eine intuitive Bedienung.
Sehr beliebt ist auch die Ricoh GR III, ebenfalls eine APS-C-Kompakte. Sie ist bekannt für ihre gute Bildqualität und kommt dazu in einem recht kleinen Gehäuse daher. Das fest verbaute 28-mm-Objektiv ist ideal für Straßenaufnahmen. Die intuitive Bedienung und der schnelle Autofokus sind weitere Pluspunkte.
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Blickwinkel finden: Das richtige Objektiv
Neben der Kamera ist es entscheidend, welches Objektiv man auf seine Kamera schraubt. Von Standardzooms über klassische Brennweiten für die Straßenfotografie bis hin zu ausgefallenen oder verspielten Alternativen gibt es eine große Auswahl. Daher hier ein paar Tipps aus der c’t Fotografie-Redaktion: In seinem Ratgeber zu APS-C-Festbrennweiten untersucht Thomas Hoffmann unterschiedliche Festbrennweiten für verschiedene APS-C-Kameras. Viele Objektive entwickeln die Originalhersteller nicht, zum Glück passen viele davon perfekt zur Streetfotografie. Gerade Festbrennweiten mit Brennweiten zwischen 15 und 70 Millimetern (kleinbildäquvalent) und Blendenwerten zwischen f/2.0 und f/3.5 sind überall vertreten. Viele davon in kleinem Maß, so dass sie an den kompakten Kameras nicht zu stark auftragen.
Beliebt und gĂĽnstig ist ein klassisches 50mm f/1.8-Objektiv, auch "Nifty Fifty" genannt (auf APS-C-Kameras ein 35-mm-Objektiv), dass die Kamerahersteller alle im Sortiment haben und dass auch von Drittanbietern verfĂĽgbar ist. FĂĽr die Fotografie im urbanen Umfeld eignet es sich gut, da es eine sehr natĂĽrliche Perspektive bietet. Allerdings ist der Klassiker in der Streetfotografie ein 35-mm-Objektiv (ca. 24mm auf APS-C). Damit ist man mitten im Geschehen, denn fĂĽr eine gute Aufnahme muss man nah ran.
Die Auswahl an Originaloptiken der Kamerahersteller ist jedoch gering und die Preise hoch. So lohnt sich der Blick zu den Fremdherstellern. Sigma und Tamron produzieren auch (aber nicht nur) für die spiegellosen Systemkameras von Canon Autofokus-Objektive für APS-C. Neben diesen gibt es günstige Anbieter, deren Objektive aus Lizenzgründen ohne Autofokus kommen. Für Streetfotografen ist dies sogar eine häufige Wahl. In seinem Beitrag zu Objektiven für den Fujifilm X-Mount zeigt Thomas Hoffmann einige Fremdanbieterobjektive, die auch für andere Systeme zu haben sind. Eines davon ist das Laowa 33 mm f/0.95 CF APO, dass als Lichtriese besonders schöne Bilder mit natürlichem Bildwinkel und weichem Bokeh verspricht. Es ist zentral über viele Blendenstufen sehr scharf und erlaubt kurze Belichtungszeiten, optimal auch für die Astrofotografie.
Ein weiteres Beispiel ist das manuelle Objektiv TTartisan APS-C 17mm F1.4 (rund 26 mm kleinbildäquivalent) mit seiner umgerechneten Brennweite von knapp 27 Millimetern und seiner großen Blendenöffnung – ebenfalls eine gute Wahl für jeden, der auch in der Dämmerung oder im Dunkeln in der Stadt, die eine oder andere Aufnahme plant. Es ist zudem ein günstiges Einsteigerobjektiv und für verschiedene Bajonett-Anschlüsse zu haben.
Wer sich unsicher ist, kann auch ein kreatives Spielzeug verschenken. Ein nettes Gimmick ist beispielsweise ein sogenanntes Dispo-Objektiv (vom englischen Disposable), das den Bildern das Aussehen einer Einwegkamera verleihen soll. Für einen etwas anderen Look und kreative Ansätze sind diese 3D-gedruckten Gehäuse mit kleiner Linse nett und bringen etwas Abwechslung in den Fotoalltag. Oder wer es dann doch sehr kreativ, aber qualitativ hochwertig mag: Lensbabys haben unter den Fotografen eine Sonderstellung. Es gibt sie in verschiedenen Varianten, beispielsweise den Composer Pro II mit der Einsatzlinse Edge 80 f/2.8. Der Composer Pro II besitzt ein Kugelgelenk dazu lässt sich das optische Element wechseln und unterschiedliche Brennweiten nutzen. Beim Fotografieren lassen sich Tilt-Shift-Effekte umsetzen, durch Verschieben des Objektivelements kann der Fokus in Richtung unendlich oder im Makrobereich gesetzt werden. Für den einen Fotografen Spielerei, für den anderen künstlerisches Stilmittel, auf jeden Fall aber Objektive, mit denen man viel experimentieren und spannende Bildergebnisse erhalten kann. Ein passendes Geschenk also für alle, die sich gern einmal austoben und wo nicht jedes Ergebnis perfekt werden muss.
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