Geschenke fĂĽr Fotografen fĂĽr jedes Budget

Seite 10: Analog ist zurĂĽck: Der Retrotrend der Fotografie

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

In einer digitalen Welt zieht es immer mehr Menschen – von den Millennials bis zur Generation Z – zur Analogfotografie. Doch worin liegt der Reiz? Technische Qualität allein ist es nicht, denn die der digitalen Fotografie übertrifft die analoge längst. Es sind vielmehr die haptischen Erfahrungen, emotionale und handwerkliche Aspekte, die den Charme der Analogfotografie ausmachen – etwas in der Hand halten und nicht unpersönlich auf einer Festplatte lagern, sich vom Ergebnis überraschen lassen, anstatt es gleich zu sehen. Manche suchen die minimalistische Entschleunigung. Man nimmt nicht 20 Fotos des gleichen Motivs auf, sondern entscheidet sich schon aus Kostengründen nur für eine oder zwei Aufnahmen. Gerade junge Menschen unter 25 probieren sich seit einiger Zeit immer stärker auch in der analogen Fotografie aus, wie die Besitzer analoger Fotoläden zu berichten wissen. Wir haben einige Tipps für passende Geschenke für Analogfans zusammengestellt.

Analoge Kameras funktionieren mit Film. Die einfachsten Modelle nutzen den klassischen Kleinbildfilm, doch es gibt auch Mittelformatmodelle mit größerem Rollfilm im 6×6-Format wie die bekannten Kameraklassiker Rolleiflex oder Hasselblad 500. Während letztere schon ein wenig Erfahrung in der Fotografie voraussetzen, gibt es für den Kleinbildfilm endlos viele Modelle, die auch heute noch beliebt und funktional sind. So vergleicht Daniel Ziegener in einem Test vier günstige Modelle: die AgfaPhoto Analogkamera, Kodaks Ektar H35, der LomoApparat von Lomography und die Yashica MF-1. Sie sind einfach zu bedienen, könne aber auch zu Frust führen. Besonders bei niedrigem ISO-Wert (200) landen mit Sicherheit misslungene Bilder auf dem Film.

Analoge Kameras gibt es von einfach und gĂĽnstig bis zum Profimodell. Gerade junge Menschen lieben in einer digitalen Welt wieder das ĂĽberraschende Ergebnis.

(Bild: Daniel Ziegener / heise online)

Cyrill Harnischmacher erklärt in seinem Beitrag zur Renaissance der analogen Fotografie, dass analoge Spiegelreflexkameras wie eine Nikon FG oder eine Canon EOS 500 sowie einige Point&Shoot-Kameras, wie die Olympus mju-Modelle mit ihrem lichtstarkem 1:2,8, 35-mm-Objektiv, etwas mehr können. Einige Kameras sind günstig auf dem Gebrauchtmarkt zu bekommen, andere wie die mju sind inzwischen so beliebt, dass ihr Gebrauchtmarktpreis sogar ihren Neupreis von damals übertrifft.

Doch wenn Sie nicht gleich eine Kamera schenken möchten, dann tun es auch ein paar Filme. Diese sind inzwischen pro Rolle unter zehn Euro kaum noch zu bekommen. Filme mit hoher Lichtempfindlichkeit oder mit besonderen Emulsionen kosten auch schnell einmal 20 Euro und mehr. Das Gute daran, wenn Sie einen oder mehrere Filme verschenken ist, dass Sie hier nicht nur einen Gegenstand unter den Baum legen, sondern gleich das Erlebnis des Fotografierens, Entwickelns und Überraschen-lassens mit verschenken. Vielleicht packen Sie ja sogar den passenden Gutschein für eine gemeinsame Fototour mit dazu?

Ist die Person, die Sie beschenken wollen, vielleicht auch daran interessiert, Ihre Filme selbst zu entwickeln? Dann bieten sich Entwicklungsstartersets gut an. Sie liefern meist eine begrenzte Menge Chemie für einige Filme mit, was zwar bei den Anschaffungskosten erst einmal zu Buche schlägt, aber für den weiteren Gebrauch die Kosten senkt, da man nun nur noch die fehlende Chemie besorgen muss. Zudem gibt es auch immer wieder experimentelle Entwicklungsmethoden, die sich ebenfalls nutzen lassen.

Möchte die Person jedoch nicht selbst entwickeln, dann verschenken Sie doch einen Gutschein für die Entwicklung in einem Labor. Diesen können Sie meist einfach online auf der Seite des gewünschten Labors erwerben. Er wird Ihnen dann entweder per Post zugesendet oder als Download angeboten.

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Sofortbildfotografie ist nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern und Teenagern beliebt. Die kleinen Bildchen kann man nach wenigen Minuten betrachten, in die Hand nehmen, verschenken oder an den Kühlschrank pinnen, ideal also für Kindergeburtstage, Gästebücher auf Hochzeiten oder einfach so beim Treffen mit guten Freunden.

Es gibt im Wesentlichen zwei unterschiedliche Arten – die klassischen Chemiebildchen, die belichtet werden, von den Anbietern Fujifilm instax und Polaroid, oder die ZINK (Zero-Ink)-Bilder, die über Hitze entwickelt werden und gleichzeitig ein Sticker sind.

Instax: Während letztere beispielsweise in Handydruckern von Canon oder Sofortbildkameras von Kodak vorkommen, sind die instax-Bilder heute am weitesten verbreitetet. Instax-Kameras gibt es für drei Filmgrößen, Mini (62 mm × 46 mm), Square (62 mm × 62 mm) und Wide (62 mm × 99 mm). Die Preise liegen je nach abgenommener Menge und Design bei 1,10 Euro bis deutlich unter einem Euro. Kameras gibt es von Fujifilm selbst in unterschiedlichen Designs und Ausstattungen, von der günstigen Point&Shoot-Kamera bis hin zum hybriden Modell, dass digital aufnimmt, speichert und die Bilder dann digital belichtet ausgibt. Davor kann das Bild über die dazugehörige Smartphone-App bearbeitet werden. Sticker, Farbveränderungen, Text und vieles weitere lässt sich nutzen.

Es gibt zudem Kameras anderer Anbieter, die mit instax-Filmen arbeiten. Dazu gehört an erster Stelle Lomography mit einem recht umfangreichen und kreativen Zubehör. Hier gibt es keine App, nur manuelle Fotografie. Alternativ bietet beispielsweise Leica eine Sofortbildkamera für instax-Filme an.

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Polaroid: Polaroid wird häufig von Künstlern und Kreativen genutzt, allein die Preise der Bilder mit über zwei Euro pro Foto macht sie für eine junge Zielgruppe eher unattraktiv. Seit der Übernahme der Firma durch die aktuellen Betreiber sind die Farben weniger lichtstabil als die instax-Bildchen. Das liegt nach Angabe des Unternehmens auch an inzwischen existierenden Gesetzen, die manche der früher eingesetzten Chemikalien in Europa nicht mehr zulassen. Polaroid-Kameras gibt es in unterschiedlichen Preiskategorien, am teuersten ist die Polaroid I-2 für rund 700 Euro. Dafür bringt dieses Modell ein Objektiv mit drei Linsen und einen kontinuierlichen Autofokus mit, bietet rudimentäre Belichtungsprogramme und einen eingebauten Blitz. Die Point&Shoot-Kameras, die zum Teil noch eine App-Anbindung für Doppelbelichtungen oder kreative Spielereien bieten (Polaroid Now+), kommen im klassischen Polaroid-Look. Daneben gibt es noch die kleinere Polaroid Go.

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