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Seite 7: Synchronisierung
Daten synchronisieren
Bei der Kopplung des iPhone mit dem PC führt kein Weg an iTunes vorbei – nicht einmal telefonieren kann man ohne vorherige Aktivierung über iTunes, wobei man gleichzeitig zum Einrichten eines Store-Accounts gezwungen wird und seine Kreditkartennummer oder ein Click-and-Buy-Konto hinterlegen muss. Musik, Filme, Hörbücher und Podcasts verwaltet man anschließend in iTunes recht komfortabel und erstellt dort Abspiellisten, die man über USB mit dem iPhone synchronisiert. Mit Windows-Bordmitteln kann man lediglich den Kameraordner lesen, am Mac erledigt dies iPhoto.
Ansonsten kann man ĂĽber iTunes auch Foto-Ordner aufs iPhone ĂĽberspielen, Lesezeichen mit Safari oder Internet Explorer synchronisieren sowie Kontakte, Kalender und Notizen mit wenigen Mausklicks abgleichen. Auf Windows-Rechnern geht das mit Outlook und dem Windows-Adressbuch, auf Macs werden die Daten mit den entsprechenden Apple-Anwendungen abgeglichen. Apps kann man auf dem Rechner speichern und in iTunes verwalten. Andere Dokumente wie Office-Dateien oder E-Books bekommt man per USB nicht auf das Telefon. iTunes speichert auĂźerdem iPhone-Backups auf dem Rechner und verschlĂĽsselt sie optional.
Für das Nexus One gibt es von Haus aus keine PC-Software. Da beim Anschluss an einen Rechner die microSD-Karte als USB-Speicher freigegeben werden kann, schaufelt der Nutzer seine Musik, Videos, Fotos und Dokumente darüber händisch auf das Gerät oder nutzt Synchronisationswerkzeuge anderer Hersteller – für Musik zum Beispiel DoubleTwist oder TuneSync, die beide auf eine vorhandene iTunes-Bibliothek zurückgreifen. Motorola legt seinem Milestone dafür die Software Nero Motorola Media Link bei und bietet ein Webinterface zum Im- und Export von Daten über WLAN oder USB. Apps synchronisieren geht nicht, das eigene Portfolio ist aber – zumindest wenn über den Market heruntergeladen – mit dem Google-Account verknüpft und kann auf andere Android-Geräte übertragen werden. Auch der Windows Media Player betankt die beiden Androiden mit Musik.
Für Kalender, E-Mails und Kontakte setzt Google auf seine Webdienste. Wer sein Android-Smartphone mit einem Google-Account einrichtet, synchronisiert diese Daten fortan zeitnah (Push). Bei der Synchronisation von To-Do-Liste und Dateien mit dem Web muss man aber auf Drittherstellersoftware zurückgreifen, beispielsweise Evernote oder Remember The Milk. Den Abgleich von Mails und Kontakten mit Microsoft Exchange unterstützt das Nexus One zwar von Haus aus, nicht aber beim Kalender; auch hier ist Software aus dem Market nötig.
Das iPhone synchronisiert online mit Exchange-Servern Mails, Kontakte und Kalender – da Google das Exchange-ActiveSync-Protokoll unterstützt, klappt das auch mit Googles Maildienst und Kalender –, inklusive Push. Zusätzlich bietet Apple den Webdienst MobileMe an, der ebenfalls Push-Mail, Kontakte- und Terminsynchronisation beherrscht und zusätzlich einen Onlinespeicher für Fotos und Dateien bereitstellt. Mit 20 GByte Webspeicher kostet MobileMe 80 Euro im Jahr, die ersten 60 Tage sind kostenlos.
Den Synchronisationsstandard SyncML unterstĂĽtzen die beiden Smartphones nicht.