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Seite 2: Archos 7 Home Tablet

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Das Archos 7 läuft unter Android, kann aber nicht auf Googles Market zugreifen. Als Ersatz dient die Archos Apps Lib, die rund 1000 Programme umfasst – nützlich sind nur wenige davon.

Als Betriebssystem setzt Archos Android in der veralteten Version 1.5 ein, auf die Google-Anwendungen Maps und YouTube muss man verzichten. Statt des gut sortierten Android Market ist nur Archos’ Ramschladen AppsLib an Bord. Die wenigen sinnvollen Apps gehen hier zwischen Hunderten Soundschnipsel-Abspielern und Bildersets spärlich bekleideter Mädels unter. Wer eine bestimmte Anwendung vermisst, findet sie eher als APK-Paket zur manuellen Installation im Netz.

Der Browser rendert Internetseiten aufgrund seines WebKit-Unterbaus fast wie vom PC gewohnt, ist aber für ausgedehnte Surf-Ausflüge zu langsam und unkomfortabel – allein das Einblenden der Adressleiste erfordert vor jeder URL-Eingabe zwei Tipper. Die Texteingabe erfolgt über eine große Onscreen-Tastatur.

Einen durchwachsenen Eindruck hinterlässt das Tablet auch als mobiler Videoplayer. Es unterstützt die Codecs H.264, MPEG-4 und RealVideo mit einer Auflösung von maximal 720p – sogar im MKV-Container. Allerdings ist bei einer Bitrate von 2,5 MBit/s Schluss, sodass die Wiedergabe zahlreicher Dateien von Rucklern begleitet wird oder gar nicht erst startet. Videos in Standardauflösung und Online-Inhalte wie Podcasts spielt der Billigheimer jedoch in der Regel problemlos ab. Der ausklappbare Standfuß versetzt das Gerät in eine angenehme Wiedergabeposition, der interne 8-GByte-Speicher lässt sich mit microSD/HC-Karten erweitern.

Der Audioplayer unterstützt alle wichtigen Formate. Deaktiviert man das Display während der Wiedergabe, macht der Akku erst nach über 27 Stunden schlapp. Die integrierten Stereolautsprecher bringen die Musiksammlung auch ohne Kopfhörer passabel zu Gehör. Auf seiner Webseite stellt Archos ein Firmware-Update bereit, bei dem man sich nicht von der unveränderten Versionsnummer täuschen lassen darf: Es verbessert die Reaktionen des Touchscreens, auf den Einsatz der Fingernägel kann man aber trotzdem nicht immer verzichten.