Security-Checkliste 2025, Teil 1: Eine Extraportion Sicherheit

Seite 4: Security-Checkliste Browser

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(Bild: KI, Collage c’t)

Weil jeder Browser nutzt, sind sie ein beliebtes Ziel fĂĽr Angreifer. Sie sollten Ihren Browser daher aktuell halten und maximal sicher einstellen.

Um sicher zu surfen, sollte Ihr Browser immer auf dem neuesten Stand sein. Die Hersteller geben laufend Updates heraus, die Sicherheitslücken schließen. Alle gängigen Browser lassen sich so einstellen, dass sie sich automatisch aktualisieren. Es kann aber vorkommen, dass die Update-Versorgung klemmt oder Sie den Browser zur Installation neu starten müssen. Überprüfen Sie gelegentlich über das Menü, ob ein Neustart notwendig ist. Die betreffende Option findet sich häufig im Hilfe-Menü, unter "Über <Browsername>" oder "Nach Updates suchen".

Browser-Erweiterungen, auch Add-ons oder Extensions genannt, haben Zugriff auf alles, was innerhalb des Browsers geschieht, zum Beispiel auf das Online-Banking oder den Webmailer. PrĂĽfen Sie vor der Installation also genau, worauf Sie sich einlassen. Installieren Sie nur Erweiterungen aus den offiziellen Verzeichnissen der Hersteller und achten Sie auf Downloadzahlen und Nutzerbewertungen. Verzichten Sie im Zweifel lieber zugunsten der Sicherheit. PrĂĽfen Sie gelegentlich die installierten Erweiterungen und misten Sie grĂĽndlich aus. Bei Chrome und Edge finden Sie die Erweiterungen im HauptmenĂĽ, bei Firefox klicken Sie auf "Add-ons und Themes". Deaktivieren Sie Add-ons, die Sie nur selten nutzen, und schalten Sie sie bei Bedarf vorĂĽbergehend ein.

Datenschutz inklusive: Viele Browser wie hier Vivaldi enthalten einen Tracking-Blocker, den Sie aktivieren und so streng wie möglich schalten sollten.

Blockieren Sie Tracker, die Ihr Surfverhalten überwachen und Ihre Interessen ausspionieren. Einige Browser wie Firefox, Vivaldi und Brave können das bereits von Haus aus, Sie müssen den Tracking-Blocker in den Einstellungen nur scharf schalten. Probieren Sie zunächst die strengste Einstellung. Falls es anschließend Probleme bei Ihren Lieblingswebsites gibt, können Sie den milderen Standardmodus wählen. Benutzen Sie Chrome, sollten Sie über einen Wechsel zu einem Browser mit Tracking-Blocker nachdenken. Ansonsten können Sie sich mit Add-ons wie Privacy Badger oder uBlock Origin Lite behelfen. Letzteres beseitigt zudem aufdringliche und mitunter verseuchte Werbung.

Websites können Berechtigungen einfordern, um etwa auf Kamera, Mikrofon und Standort zuzugreifen: Ein Videochat-Dienst benötigt den Zugriff auf Kamera und Mikrofon, Google Maps kann Ihren aktuellen Standort nur mit Zustimmung ermitteln. Erlauben Sie das nur, wenn es einen triftigen Grund gibt und Sie dem Dienst vertrauen. Kontrollieren Sie die bereits erteilten Berechtigungen und sieben Sie gründlich aus. In den Chrome-Einstellungen finden Sie die Berechtigungen unter "Datenschutz und Sicherheit/Website-Einstellungen", in den Firefox-Einstellungen unter "Datenschutz & Sicherheit/Berechtigungen" und bei Edge unter "Cookies und Websiteberechtigungen".

Geben Sie persönliche Daten, Passwörter und Finanzdaten nur auf Websites ein, die Daten verschlüsselt übertragen. Die Webadresse beginnt dann mit https:// und der Browser zeigt ein geschlossenes Vorhängeschloss neben der Adresse an. Untersuchen Sie Adressen genau auf Ungereimtheiten: Ein falscher Buchstabe oder ein seltsames Zeichen reichen aus, um Sie nicht zu Ihrer Bank, sondern auf eine perfekt kopierte Phishing-Seite zu lenken. Steuern Sie kritische Websites nicht über Links an, die Sie per Mail erhalten haben, sondern nutzen Sie Lesezeichen oder tippen Sie die Adresse von Hand ein. (jo@ct.de)