V-Modell XT an Unternehmen anpassen (Teil 1)

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Bei der Anpassung des Modells hilft der Editor. In der Strukturansicht sieht man den neuen Vorgehensbaustein "SW-Dokumentation" (Abb. 2).

Dazu müssen die Modellierer zunächst verschiedene Dinge anlegen: Zuerst den Vorgehensbaustein SW-Dokumentation, dann die Produkt- und Aktivitätsgruppen, danach die Produkte Betriebshandbuch, Anwenderhandbuch mit Themen sowie Aktivitäten und Teilaktivitäten (Abbildung 2). Ist das erledigt, werden die Verantwortlichkeiten bestimmt, die Verbindung zum V-Modell durch Festzurren der Auswahlkriterien und Projektmerkmale hergestellt und die in Frage kommenden Projekttypen angebunden.

Bevor der Modellierer einen Vorgehensbaustein anlegen kann, muss er mit dem Editor die Quellen des V-Modells öffnen. Diese befinden sich (installierter Projektassistent vorausgesetzt) im Verzeichnis C:\Programme\V-Modell XT\V-Modell Quellen\V-Modell-XT.xml. Nun erzeugt er in der Strukturansicht (Knoten Vorgehensbausteine) seinen Baustein. Hier besteht die Möglichkeit, weitere Elemente anzulegen, etwa Produktgruppen. Der einfachste Weg ist, zunächst alle gewünschten Komponenten zu spezifizieren und dann schrittweise zu befüllen.

Jedes neue Element bekommt eine Nummer als Identifikator. Hier im Beispiel erhält der Vorgehensbaustein die 440, von der hochgezählt wird. Nun weist der Modellierer dem Baustein weitere Eigenschaften zu. Unter der Rubrik basiert auf bestimmt er, welche Teile Grundlage für den neuen Vorgehensbaustein sein sollen. Für SW-Dokumentation wäre es beispielsweise der Baustein SW-Entwicklung. Eine Überblicksgrafik und ein Erläuterungstext lassen sich ebenfalls hinterlegen. Zu jeder der Rubriken gibt es Kardinalitäten (rechts neben der Rubrikbezeichnung). Dort kann man ablesen, ob man Inhalte einfügen muss oder nicht. Beispielsweise zeigt die Rubrik V-Modell-Kern, dass ein Eintrag nicht zwingend ist. Die Standardeinstellung steht auf nein. Wer jedoch den neuen Vorgehensbaustein als Teil des V-Modell-Kerns definieren will, muss das Attribut auf ja setzen.

Der neu erschaffene Baustein fungiert sozusagen als Container für alle Produkte, die im Rahmen der Softwaredokumentation entstehen. Bevor man ein Produkt erzeugt, sollte man eine Gruppe Dokumentation (Nummer: 441) erstellen. Auf dieselbe Art wird unter dem Knoten Produkte das Betriebshandbuch (Nummer: 443) angelegt. Auch hier muss der Modellierer einige Eigenschaften spezifizieren: Zunächst in der Rubrik Produktvorlage den Wert ja setzen. Das bewirkt, dass sich beim Tailoring eine Vorlage für das Betriebshandbuch generieren lässt.