Notebook-Schnäppchen

Seite 2: Netbooks: Noch billiger

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Auf der Suche nach den allerbilligsten Notebooks landet man unweigerlich bei den Netbooks, die als weiteren Vorzug eine hohe Mobilität aufweisen: Sie wiegen maximal 1,4 Kilogramm, haben ein kleines Gehäuse und meist brauchbare Laufzeiten. Ihre größten Nachteile, die schlechte Performance und der kleine Bildschirm, machen allerdings längeres Arbeiten zur Mühsal.

Die 13-Zöller (links) bieten einen guten Kompromiss aus Portabilität, Preis und Rechenleistung. Netbooks (rechts) sind leichter und viel billiger, aber lahm und für den Dauereinsatz nicht ergonomisch genug. Tablets (vorne) haben die höchste Mobilität, eignen sich aber nicht für jede Aufgabe.

Die Anwendungen bringen auf den üblicherweise 1024 × 600 Pixeln anzeigenden 10-Zoll-Displays so wenig Informationen unter, dass man häufig den Eindruck hat, mehr zu scrollen als zu lesen. Ein optisches Laufwerk fehlt, die Prozessoren – typischerweise Intel Atom oder AMD C/E – sind arg lahm, der Hauptspeicher klein. Die Festplatten erreichen zwar die Geschwindigkeit, aber nicht die Kapazität wie in teureren Geräten.

Für unter 170 Euro gehts mit dem Asus EeePC X101 los, einem äußerst abgespeckten Netbook mit dem lahmsten aller Netbook-Prozessoren (1,33-GHz-Atom), 1 GByte Hauptspeicher und statt einer Festplatte 8 GByte Flash. Windows ist nicht installiert (und lässt sich auch nicht vernünftig nachträglich zum Laufen bringen), sondern MeeGo – für Standardzwecke ist diese Linux-Variante recht brauchbar, allerdings ist unklar, wie sie mit Updates versorgt wird [2].

Ab etwa 230 Euro gibt es Netbooks mit Windows und 250 GByte großer Festplatte. Dem fügen teurere Netbooks längere Laufzeiten, hellere Displays, etwas größere Festplatten oder selten mal ein UMTS-Modem hinzu, aber die wesentlichen Einschränkungen bleiben bestehen. Die Modelle mit mehr als der typischen Auflösung von 1024 × 600 Punkten sind vom Markt verschwunden. Eine Übersicht hatten wir in [3].

Auch Bastler vermögen einem Netbook kaum mehr Dampf zu machen, denn der Prozessor lässt sich nicht tauschen und mehr als 2 GByte Arbeitsspeicher sind problematisch: Die Intel-Chipsätze verkraften nicht mehr, und auch wenn die AMD-Netbooks je nach Zahl der Speicher-Slots 4 oder 8 GByte unterstützen würden, nutzt das meist vorinstallierte Windows Starter davon nur 2 GByte – erst Windows 7 Home Premium oder Linux greifen auf den ganzen Speicher zu.

Immerhin kann man die Festplatte bei allen Netbooks bis auf wenige Ausnahmen – darunter gerade der billige Asus EeePC X101 mit Flash – tauschen. Den Aufpreis auf eine SSD sollte man sich allerdings sparen und direkt in ein schnelleres Notebook stecken.

Für den überwiegend stationären Einsatz eignen sich Netbooks somit kaum. Selbst wer äußerst geringe Anforderungen an seinen PC hat und ihn beispielsweise nur alle paar Tage überhaupt mal einschaltet, sollte die rund 100 Euro Aufpreis für einen 15-Zöller ausgeben, denn der Ergonomiegewinn ist enorm.

Im mobilen Einsatz spielen die Netbooks hingegen ihre Stärke aus: Sie sind die kleinsten und leichtesten Geräte mit Tastatur, sie passen in jede Umhängetasche und ihr Gewicht stört bei längerem Tragen nicht. Für den gelegentlichen Einsatz beispielsweise für ein paar Urlaube oder Messebesuche im Jahr reichen sie, doch bei intensiver Nutzung kommt schnell der Wunsch nach mehr Displayfläche und leistungsfähigerer Hardware auf.

Noch mobiler sind Tablets: Sie wiegen weniger, sind dünner und haben längere Laufzeiten (zumindest als die Notebooks im Test). Doch Tablets können Notebooks nicht in allen Aspekten ersetzen, denn es fehlen eine Tastatur und ein Betriebssystem wie Windows oder Mac OS, für das alle bekannten Anwendungen existieren. Tablet und Notebook unterscheiden sich letztlich so sehr, dass keines das andere komplett ersetzen kann, sondern sie ergänzen sich – mehr dazu in c't 5/2012 (ab 13. Februar am Kiosk).