iPhone: Strom sparen und Akkulaufzeit verlängern

Seite 2: Helligkeitsautomatik nutzen, Bildschirm und GPS einschränken

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Nun versucht iOS im Verein mit dem Helligkeitssensor, das Display künftig auch unter wechselnden Lichtverhältnissen auf eine ähnliche Leuchtkraft einzustellen. Wenn sich der Schieberegler für die Helligkeit auch bei wechselnden Lichtverhältnissen kein Stück mehr bewegt, obwohl die Auto-Helligkeit aktiviert ist, ist eine Kalibrierung nötig. Dazu gehen Sie mit dem iPhone in einen möglichst dunklen Raum, rufen in den Einstellungen den Punkt „Hintergründe und Helligkeit“ auf und deaktivieren per Schiebeschalter die Auto-Helligkeit vorübergehend. Dann ziehen Sie den Regler nach ganz links, aktivieren die Auto-Helligkeit wieder und schalten sie danach gleich wieder aus.

Schalten Sie nun eine helle Lichtquelle an, beispielsweise eine Tischlampe, und halten Sie das iPhone mit der Vorderseite in deren Richtung. Dann schieben Sie den Helligkeitsregler ganz nach rechts aufs Maximum und aktivieren die Auto-Helligkeit erneut. Damit ist die Kalibrierung abgeschlossen und das Display regelt die Helligkeit wieder richtig. Die Automatik funktioniert unterm Strich besser als jede manuelle Einstellung.

Der GPS-Chip ist Stromfresser Nummer zwei. Wählen Sie mit Bedacht, welche Apps ihn nutzen dürfen.

Natürlich sollte die Display-Anzeige nie länger an bleiben als nötig. Am besten schaltet man sie daher immer mit dem Power-Knopf von Hand ab, sobald man das iPhone nicht mehr benutzt. Zusätzlich sollte man unter „Einstellungen/Allgemein” beim Punkt „Automatische Sperre” die Wartezeit reduzieren, nach der das Display ohne Benutzeraktivität in den Ruhezustand wechselt. Das größte Stromsparpotenzial bringt logischerweise die Einstellung „30 Sekunden“.

Der GPS-Chip ist nach dem Display Stromfresser Nummer zwei. Man sollte also abwägen, welchen Apps man gestattet, den Standort abzufragen. Navigationssoftware, POI-Dienste und Blitzer-Apps gehören selbstverständlich auf diese Liste. Auch die Kamera-App, Siri oder „Freunde“ sind auf die GPS-Position angewiesen.

Ob aber der App-Store, Messenger-Dienste und soziale Netzwerke ständig Ihre aktuelle Position kennen müssen, ist fraglich. Prüfen Sie die Einträge in „Einstellungen/Datenschutz“ unter Ortungsdienste im gleichnamigen Unterpunkt und schalten Sie dort gezielt jede App aus, die nicht zwingend den iPhone-Standort kennen muss oder wählen Sie „Beim Verwenden“. Ob gerade eine App den GPS-Chip abfragt, verrät übrigens der kleine Pfeil oben rechts in der Menüleiste.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, beendet nicht mehr benötigte Apps: Home-Button doppelt drücken und Überflüssiges in der Multitasking-Ansicht nach oben aus dem Display wischen. Doch hantieren Sie damit bitte vorsichtig. Tatsächlich dürfte das rituelle, ständige Schließen aller Apps den Akku sogar eher belasten: Öffnet man diese Apps später wieder, müssen sie mit entsprechendem Energieaufwand erst neu starten und alle Inhalte laden.

Im Problemfall kann das "Abschießen" einzelner Apps auf diese Weise jedoch durchaus sinnvoll sein, falls diese sich im Hintergrund daneben benehmen. Immer wieder kommt es vor, dass Apps etwa durch permanente Aktivierung der Ortungsdienste oder andere Aktionen unnötig Ressourcen verbrauchen und dadurch die Akkulaufzeit merklich verringern. Zu den prominentesten Beispielen zählten etwa die Facebook-App oder auch YouTube, in beiden Fällen wurde mit Updates nachgebessert

Beenden Sie nicht mehr benötigte Apps mit GPS-Zugriff, damit die im Hintergrund nicht weiter den Akku belasten.