iPhone: Strom sparen und Akkulaufzeit verlängern

Seite 3: Überlüssige Systemdienste, Effekte und Wallpaper

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Die Systemdienste von iOS 9 finden sich in den Ortungsdiensten ganz unten. Sie sammeln ebenfalls fleißig Positionsdaten. Das kann bei Aufgaben wie der WLAN-Suche oder der Kompasskalibrierung für den Nutzer sinnvoll sein, im Falle der Ortsabhängigen iAds dienen sie aber eher Apple und den Werbedienstleistern.

Die Funktion "Häufige Orte" brauchen Sie nicht, wenn Sie mit Bahn oder Fahrrad zur Arbeit fahren und daher auf eine Prognose verzichten können, wie lange Sie unterwegs sein werden. Autofahrer, die sich in der Mitteilungszentrale vor einem drohenden Stau warnen lassen möchten, sollten sie aber aktiv lassen.

Verbringt man den ganzen Tag am selben Ort, kann man die Ortungsdienste selbstverständlich komplett abschalten. „Mein iPhone finden“ sollten Sie nicht abschalten, damit Sie Ihren Liebling orten können, wenn er geklaut oder verloren wurde.

Die Punkte Kontrast erhöhen und Bewegung reduzieren bergen ein hohes Stromsparpotenzial.

Mit dem neuen Design sind seinerzeit mit iOS 7 auch zusätzliche Animationen in die grafische Oberfläche eingezogen. Der Zoom-Effekt macht den Aufruf von Apps und Einstellungsdialogen anschaulicher. Neigt man das iPhone, bewegt der Parallaxeffekt den Hintergrund auf dem Sperrbildschirm oder dem Home-Screen so mit, dass die Illusion räumlicher Tiefe entsteht.

So schön beide Effekte anzusehen sind, so kräftig langen sie auch bei der Energie zu. Bei voller Helligkeit erhöhte der Parallaxeffekt die Leistungsaufnahme bei einem iPhone 5 um beinahe 50 Prozent – freilich nur, solange wir das Gerät bewegten. In der Summe kann man hier aber einiges sparen. Die Effekte lassen sich nur gemeinsam deaktivieren. Wer mehr Wert auf Akkulaufzeit denn auf Eleganz legt, aktiviert in den Einstellungen unter „Allgemein/Bedienungshilfen/Kontrast erhöhen“ die Option „Transparenz reduzieren“.

Seit iOS 7 dürfen Nutzer bewegte Hintergründe für den Sperr- und Home-Bildschirm nutzen, die sich in den Einstellungen unter „Hintergrund/Hintergrund wählen“ finden. Die stetig über das Display wandernden Kreise, die aussehen wie Luftblasen oder Lichtreflexe, bringen zwar Leben in die ansonsten flache und statische Oberfläche. Da sie aber wie der Parallaxeffekt auf Neigung reagieren, beschäftigen sie den Grafikchip des iPhones ständig. Ist er aktiv, frisst der dynamische Hintergrund so viel wie der Parallaxeffekt – sehr viel für ein rein kosmetisches Goodie. Mit einem konventionellen Einzelbild hält der Akku also noch länger durch.

Parallaxeffekt und dynamische Hintergründe halten den Grafikchip auf Trab
und verbraten viel Energie.

Auch im Kontrollzentrum schlummert Potenzial. Neuere Geräte zeigen es mit einem Milchglaseffekt an, sodass man den Hintergrund durchschimmern sieht. Schaltet man in den Einstellungen unter „Allgemein/Bedienungshilfen“ den Punkt „Kontrast erhöhen“ ein, muss der Grafikchip keinen Effekt zaubern, und der Stromverbrauch sinkt. Bei voller Helligkeit macht das laut unseren Tests knapp 10 Prozent aus, solange das Kontrollzentrum angezeigt wird.