Vorsicht Kunde! - 200 Euro Gebühr - Wie sich ein Händler Reklamationen vom Hals hält
Uwe S. kennt sich gut aus mit Computern. Deshalb sucht er sich die Komponenten für seinen neuen Rechner sorgfältig aus und bestellt diese bei einem Internetversender. Zunächst geht alles glatt, doch nach knapp zwei Jahren versagt das Netzteil. Uwe reklamiert bei der Kundenhotline und schickt das defekte Netzteil mit dem Hinweis auf die zweijährige Gewährleistungsfrist und der zusätzlichen dreijährigen Herstellergarantie an den Versender zurück. Und dann passiert erst einmal gar nichts. Nach Wochen des Wartens erhält der verdutzte Kunde eine Gutschrift, die aber nur einen Bruchteil des Kaufpreises ausmacht.
"Wie bitte?" fragt der empörte Kunde, "Ich will ein funktionstüchtiges Netzteil haben oder
den kompletten Kaufpreis von rund 80 Euro erstattet bekommen." Kein Problem, sagt die Hotline. Wenn
Uwe mit dieser "kulanten Regelung" nicht einverstanden sei, könne man ja versuchen, das defekte
Netzteil zurückzuholen. Dafür müsse man dem Kunden aber die Kosten in Höhe von 150 bis 200 Euro
in Rechnung stellen.