Diese 17 Länder in Europa kassieren Mautgebühren
In 17 europäischen Ländern werden Autofahrer für die Benutzung der Autobahnen und Schnellstraßen zur Kasse gebeten. Wo, das hat der Automobilclub ADAC in einer Übersicht zusammengestellt
- Henry Dinger
München, 16. Juni 2010 – In 17 europäischen Ländern werden Autofahrer für die Benutzung der Autobahnen und Schnellstraßen zur Kasse gebeten. Damit Reisende wissen, was sie in welchem Land zu bezahlen haben, hat der Automobilclub ADAC eine aktuelle Übersicht über Länder mit streckenbezogener Maut und Vignetten zusammengestellt.
Bezahlen pro Kilometer
Je nach Streckenlänge wird die Straßennutzungsgebühr in Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Mazedonien, Polen, Portugal, Serbien und Spanien erhoben. Hier zahlt man pro zurückgelegten Kilometer.
Diese 17 Länder in Europa kassieren Mautgebühren (2 Bilder)

Wer Maut prellt, riskiert hohe Strafen.
Vignetten teurer geworden
In Bulgarien, Österreich, Rumänien, der Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn gibt es Vignetten mit unterschiedlichem Zeitfenster. Insbesondere die Jahresvignette hat sich in Österreich (76,20 Euro), der Schweiz (29 Euro), Tschechien (je nach Kurswechselschwankungen etwa 47 Euro) und Ungarn (je nach Kurswechselschwankungen etwa 133 Euro) verteuert. Neben der Vignette und der streckenbezogenen Maut werden in vielen Ländern noch zusätzlich Brücken-, Tunnel- oder eine so genannte City-Sondermaut fällig. In vielen Ländern kann man aber auch eine kürzer gültige Vignette kaufen. In Österreich kosten zehn Tage 7,90 Euro.
Mautprellen kann richtig teuer werden
"Schwarzfahren" kann laut ADAC richtig teuer werden. In der Slowakei beispielsweise ist eine Strafe vom dreifachen des Vignettenpreises üblich, doch auch das Zehnfache (365 Euro) möglich. Auch das Nachbarland Österreich versteht bei Mautprellern keinen Spaß. Hier muss eine Ersatzmaut von 120 Euro oder ein Bußgeld von mindestens 300 Euro entrichtet werden. Bei einem Mautvergehen in Slowenien werden bis zu 800 Euro fällig. (imp)