Hyundai, Kia und Samsung arbeiten an Hochleistungsbatterien für Roboter

Spezifische Batterien für mobile Roboter gibt es nicht. Das soll sich bald ändern.

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Roboter DAL-e vor einem Auto

Spezifische Batterien sollen für Roboter entwickelt werden, wie etwa für den DAL-e von Hyundai.

(Bild: Hyundai)

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Hyundai Motors, Kia und Samsung SDI wollen gemeinsam Batterien speziell für Roboter entwickeln. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung der drei Unternehmen vom Dienstag hervor. Demnach liegt der Fokus der Entwicklung auf leistungsfähigen Batterien für Serviceroboter. Sie sollen die Roboter länger am Leben halten als derzeit übliche Batterien.

In einer Absichtserklärung legten die Unternehmen fest, gemeinsam an kompakten Hochleistungsbatterien für Roboter arbeiten und diese auch gemeinsam vermarkten zu wollen. Das Ziel der Initiative ist es, die bisherigen Beschränkungen für Roboterbatterien aufzuheben, insbesondere was die Größe, die Energiedichte, Leistung und Nutzungsdauer betrifft. Hier gäbe es derzeit zu große Beschränkungen bei vorhandenen Batterien, die zudem nicht speziell für den Einsatz in Robotern entwickelt worden sind.

Die Batterien sollen dann bei Samsung produziert werden. Die Firma verfüge über Kapazitäten, um sie in ausreichendem Maße herstellen zu können. Damit wollen die drei Unternehmen auch sicherstellen, dass die Batterieversorgung für Roboter gewährleistet ist. Durch eine höhere Anzahl speziell für diesen Zweck produzierte Batterien und durch die anvisierte Marktexpansion soll dann auch der Preis sinken, so der Plan.

Die Federführung der Entwicklung soll beim Robotics Lab von Hyundai und Kia liegen. Samsung SDI soll seine Expertise in der Batterietechnik einbringen. Die Aufgabe des Robotics Lab wird es außerdem sein, die Anwendung und Leistungssteigerung der neu entwickelten Batterien zu bewerten. Konkret geht es hierbei um die maximale Lade- und Entladeleistung, die Nutzungsdauer sowie die optimierte Größe für einen begrenzten Raum sowie die Energiedichte, Leistung und Nutzungsdauer.

Samsung SDI soll dazu die geeigneten Materialien mit hoher Kapazität bereitstellen, um damit die Energiedichte zu erhöhen. Zusätzlich soll ein Batteriedesign entwickelt werden, das die Batterien effizienter macht. Dabei soll sich die Nutzungsdauer der Batterien verlängern, auch um preislich wettbewerbsfähig zu sein.

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Mit den roboterspezifischen Batterien adressieren Hyundai, Kia und Samsung das Problem, dass derzeit keine kompakten und leichten Batterien mit ausreichender Energiedichte für mobile Robotikanwendungen existieren. In Robotern werden meist vorhandene, für andere Geräte entwickelte Batterien eingesetzt.

Die drei Unternehmen planen eine gemeinsame Vermarktungsstrategie für die Batterien. Los gehen soll es bereits Anfang März auf der Ausstellung InterBattery 2025 von Samsung in Seoul. Dort wollen Hyundai Motors und Kia ihren Serviceroboter DAL-e und den mobilen Roboter MobED zeigen. Mit den Robotern wollen die Unternehmen das Wachstumspotenzial des Roboterbatteriemarktes demonstrieren, so die Idee.

(olb)