Johnson Controls entwickelt Batterien für Start-Stopp-Systeme weiter

Die neue AGM-Technologie des Zulieferers Johnson Controls verbessert die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer von Starter-Batterien, vor allem bei hohen Umgebungstemperaturen

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Von
  • Gernot Goppelt
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Hannover, 29. Juni 2010 – Auf dem Weg zur Elektromobilität helfen auch kleine Schritte, zumal bisher nicht wirklich ausgemacht ist, dass Elektroautos in absehbarer Zeit so erfolgreich sind, wie es sich manche wünschen. Auf dem Weg dorthin werden zunächst diverse Hybridkonzepte dominieren, bis hin zum Mikro-Hybrid, bei dem es sich im Grunde um ein Auto mit Verbrennungsmotor und Start-Stopp-System handelt. Immerhin ist diese Technik tatsächlich auf dem Weg, Standard in modernen Autos zu werden.

Doch selbst bei diesem bisschen "Elektrifizierung" ist nicht mit einem geeigneten Anlasser oder Starter-Generator getan. Die Fahrzeugelektronik muss so angepasst werden, dass das System nur bei geeigneten Rahmenbedingungen arbeitet. Das ist zum Beispiel nicht der Fall, wenn es zu kalt ist, der Motor noch nicht warm ist oder der Ladezustand der Batterie es nicht zulässt.

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Bei AGM-Batterien (Absorbent Glass Mat) ist der Elektrolyt in eine feines Glasfaservlies eingebunden.

Ohnehin setzen die Autohersteller in Verbindung mit Start-Stopp-Systemen spezielle Batterien ein, die den höheren Belastungen standhalten. Bei den so genannten AGM-Batterien (Absorbent Glass Mat) ist der Elektrolyt in ein Glasfaservlies eingebunden. Ein grundlegender Vorteil besteht darin, dass die Schwefelsäure in den feinen Mikroglasfasern selbst bei einer Beschädigung auslaufsicher gebunden ist. Dazu kommen Vorteile wie eine höhere Leistungsdichte, eine deutlich höhere Zyklenfestigkeit, bessere Kaltstarteigenschaften, längere Lebensdauer und absolute Wartungsfreiheit, wie diverse Hersteller wie Bosch und Johnson Controls unisono sagen.