Flugauto AirCar soll Anfang 2026 ausgeliefert werden
Nach langer Entwicklungszeit wird das Flugauto AirCar endlich auf den Markt kommen. Es ist aber nicht fĂĽr jedes Portemonnaie geeignet.
KĂĽnstlerische Darstellung der Serienversion des AirCar
(Bild: Klein Vision)
Fahren und fliegen: Das soll im kommenden Jahr möglich sein. Das slowakische Unternehmen Klein Vision will sein Flugauto da auf den Markt bringen.
Gründer Stefan Klein arbeitet bereits seit Anfang der 1990er-Jahre an Flugautos. Im Rahmen des Living Legends of Aviation Gala Dinner in Los Angeles hat er dieser Tage Renderings der Serienversion des Flugautos präsentiert. Bis Herbst will das Unternehmen die Zulassung für Europa und die USA von den zuständigen Luftfahrtbehörden bekommen. Im Frühjahr 2026 soll das AirCar dann erhältlich sein, wie das US-Onlinemagazin New Atlas und das britische Auto-TV-Magazin TopGear berichten.
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Das AirCar ist ein Hybrid aus Straßenfahrzeug und Kleinflugzeug, das sich auf Knopfdruck in nicht einmal zwei Minuten vom einen in das andere verwandeln soll. Entsprechend bedarf es zweier Lizenzen, um das AirCar nutzen zu können: für die Straße einen Führerschein und für die Luft eine Privatpilotenlizenz.
Das Heck erinnert an einen Rennwagen
Als Auto ist der Zweisitzer 5,8 Meter lang, 2 Meter breit und 1,8 Meter hoch. Damit passt es auf einen konventionellen Parkplatz. Im Flugmodus werden die Flügel seitlich ausgeklappt und das Heck verlängert – mit dem doppelten Seitenleitwerk und der aufgesetzten Tragfläche erinnert es an den Heckflügel eines Rennwagens. Das AirCar ist dann 7 Meter lang und hat eine Spannweite von 8,2 Metern.
In der Luft treibt ein Heckpropeller das Gefährt an. Für den Flugbetrieb wird der Motor von der Achse entkuppelt und mit dem Propeller verbunden. Dabei handelt es sich um einen konventionellen Verbrennermotor. In den Prototypen verbaute Klein Vision eine 140-PS-Maschine aus einem Motorrad von BMW. Für die Serienversion wechselt das Unternehmen zu Adept Airmotive. Vom südafrikanischen Hersteller kommt ein Sechs-Zylinder-Motor in drei Leistungsstufen: mit 280, 320 und 340 PS.
Auf der Straße beschleunigt das AirCar bis auf knapp 200 km/h, in der Luft sogar auf knapp 250 km/h, wobei die Reisegeschwindigkeit bei etwa 200 km/h liegen soll. Das Fahrzeug verfügt über drei Tanks mit einem Füllvermögen von insgesamt etwa 160 Litern. Damit soll das AirCar auf der Straße 800 Kilometer weit kommen, in der Luft 1000 Kilometer.
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Der aktuelle Prototyp des AirCar ist 2020 erstmals geflogen und hat 2022 das LufttĂĽchtigkeitszeugnis erhalten. Inzwischen kommt es laut Klein Vision auf ĂĽber 500 Starts und mehr als 170 Flugstunden. Mit einem frĂĽheren Prototyp stĂĽrzte Klein 2015 ab. Der Unfall verlief aber glimpflich.
Klein Vision will die ersten AirCars im ersten Quartal kommenden Jahres ausliefern. Es wird, je nach Motor und Cockpit-Ausstattung, zwischen 800.000 US-Dollar und 1,2 Millionen US-Dollar kosten.
(wpl)