Fast 45 Prozent E-Auto-Neuzulassungen in Deutschland mehr als im Vorjahresmonat
Im Mai fuhr fast jeder fĂĽnfte Neuwagen mit Strom aus der Batterie. Die chinesischen Marken legten zu, Tesla fiel weiter zurĂĽck.
DIe chinesische Elektroauto-Marke BYD ist strahlender Sieger ĂĽber Tesla. Sie legte im Mai 2025 um 800 Prozent zu. Das Bild zeigt einen BYD Seal U auf der IAA Mobility in MĂĽnchen.
(Bild: Florian Pillau)
- dpa
Die hohe Nachfrage nach Elektroautos als Neuwagen in Deutschland blieb im Mai stabil. Mehr als 43.000 Neufahrzeuge mit Akkus als Energiespeicher kamen im vergangenen Monat neu auf die StraĂźe, wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilt. Das waren demnach fast 45Â Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Mit einem Anteil von 18Â Prozent an allen Neuzulassungen fuhr nahezu jeder fĂĽnfte neue Pkw elektrisch.
Für den vergleichsweise hohen Anteil sehen Branchenkenner zwei Hauptgründe: Zum einen war das Vorjahr in Deutschland sehr schwach – das trägt aktuell auf dem Papier zu den hohen Zuwachsraten bei. Zudem haben viele Hersteller den Preisunterschied zwischen Verbrennern und vergleichbaren E-Autos deutlich reduziert und bieten sehr attraktive Finanzierungs- und Leasingmöglichkeiten an. Hinzu kämen Steuervergünstigungen für elektrische Dienstwagen, die einen besonders hohen Anteil an den Neuzulassungen ausmachten.
BYD aus China wächst um 800 Prozent
Tesla profitiert weiterhin nicht von der stark steigenden Nachfrage. Lediglich rund 1200 Tesla kamen im Mai neu auf die StraĂźe, wie aus den Zahlen des Bundesamts hervorgeht. Das war erneut mehr als ein Drittel weniger als im Vorjahresmonat. Der ehemalige MarktfĂĽhrer wurde in Deutschland inzwischen vom chinesischen Wettbewerber BYD ĂĽberholt. Dessen E-Fahrzeuge legten im Mai um mehr als 800Â Prozent auf knapp 1860 Einheiten zu.
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Insgesamt wurden im Mai dem KBA zufolge knapp 239.300 Pkw neu zugelassen, 1,2Â Prozent mehr als im Mai des Vorjahres, aber immer noch deutlich weniger als vor Covid-19. Marktbeobachter sehen als Ursachen auĂźer hohen Neuwagenpreisen auch Arbeitsplatzsorgen bei den Verbrauchern und InvestitionszurĂĽckhaltung bei den Unternehmen.
(fpi)