Neuer Energiespeicher soll Elektroautos billiger machen

Yet-Ming Chiang, GrĂĽnder von A123 Systems, entwickelt mit einem neuen Start-up neuartiges Akkus fĂĽr Elektroautos.

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Ein neues US-Start-up versucht, das aktuell größte Problem vor der lange erhofften Durchsetzung der Elektromobilität zu lösen: die hohen Preise für leistungsstarke Batterien. Das Unternehmen namens 24M ist ein Spin-off des bekannten Akkuspezialisten A123 Systems. Es soll eine neuartige Batterie entwickeln, die auf Forschungsarbeiten des Firmengründers Yet-Ming Chiang aufbauen, der gleichzeitig Professor für Materialwissenschaften am MIT ist. Chiang hofft, dass sich mit seiner Erfindung bis zu 85 Prozent der heutigen Kosten für einen Akkusatz einsparen lassen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Aktuell werden für den Batteriepack eines Elektroautos über 10.000 Dollar fällig. Sinkt dieser Preis, wären die Stromer gegenüber herkömmlichen Benzinern deutlich konkurrenzfähiger.

24M hat dazu insgesamt 10 Millionen Dollar an Risikokapital eingesammelt. Weitere 6 Millionen stammen aus dem Topf der ARPA-E, der Forschungsbehörde des US-Energieministeriums. Dieser Betrag soll in eine Zusammenarbeit des Start-ups mit den Hochschulen MIT und Rutgers University fließen. A123 Systems wird zudem eng mit dem Konsortium zusammenarbeiten und hält Aktienanteile. Der Name 24M steht für "24 Molar", eine Konzentrationsangabe, die für das Start-up technisch große Bedeutung habe, wie Chiang leidlich kryptisch sagt.

Der Batterieguru verrät nicht, wie die neue Batterie im Detail aussehen soll. Klar ist bislang nur, dass sie ein halbfestes Material zur Energiespeicherung enthalten wird (in den meisten heutigen Batterien steckt eine feste Elektrodenchemie.) Endergebnis soll eine Kombination der besten Eigenschaften konventioneller Batterien, Brennstoffzellen und neuartigen Flussbatterien sein, bei gleichzeitiger Vermeidung der Nachteile.

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(bsc)