Künftige BlackBerrys sollen Multimedia-Funktionen erhalten

RIM-Gründer Mike Lazaridis sieht noch "eine Menge Möglichkeiten für den BlackBerry" – Multimedia-Technologien gehörten in "notwendiger Weise" dazu.

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Von
  • Sven-Olaf Suhl

BlackBerry-Handys sollen künftig mit Multimedia-Funktionen wie Kamera und Musik-Player ausgestattet werden. Damit wolle der Hersteller Research in Motion (RIM) sich gegen wachsende Rivalen wie Palm oder Motorola rüsten, berichtet dpa mit Bezug auf die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Demzufolge sieht RIM-Gründer Mike Lazaridis noch "eine Menge Möglichkeiten für den BlackBerry" – Multimedia-Technologien gehörten in "notwendiger Weise" dazu. Bislang waren die Blackberry-Modelle vor allem als transportable E-Mail-Maschinen für Geschäftsleute ausgelegt. Einen ersten Schritt in Richtung Entertainment-Funktionen machte RIM mit dem Blackberry 8700g, der Anrufe mit Klingeltönen im MP3-Format signalisiert. Den Verzicht auf Foto-Funktionen hatte das Unternehmen bislang mit der Rücksicht auf die Sicherheitsvorschriften zahlreicher Firmen begründet, die das Mitbringen von Kameras auf ihr Gelände verbieten.

RIM steht derzeit an vielen Fronten unter Druck: Wegen eines vor Gericht ausgetragenen Patentstreits mit der Firma NTP um Technologien der E-Mail-Übertragung könnten eine Abschaltung des Netzes in den USA und ein Verkaufsverbot für die Geräte drohen; nach der Anhörung im Patentstreit am vergangenen Freitag verkündete das Gericht aber noch keine Entscheidung. Letzte Woche konnte RIM immerhin einen Etappensieg gegen NTP feiern. RIM bereitet zudem für den Notfall eine Ersatz-Software vor, um den Dienst auch ohne die von NTP beanspruchten Patente aufrechterhalten zu können. Unterdessen rüstet die Konkurrenz kräftig auf: Spätestens seit der Ankündigung von Microsoft, mobile E-Mail zum Massengeschäft zu machen, wird es eng in der von RIM mit den BlackBerrys besetzten Marktnische. (ssu)