IBM will Hilfskräfte bei Erdbeben unterstützen
IBM hat nach eigenen Angaben ein Patent auf die Messung, Speicherung und Analyse von seismischen Daten mit Hilfe der Beschleunigungssensoren von Festplatten erhalten. Die daraus resultierenden Erkenntnisse über Beginn, Dauer, Stärke, Frequenz und Ausbreitung des Erdbebens sollen daraufhin an Hilfskräfte übermittelt werden.
IBM hat nach eigenen Angaben ein Patent auf die Messung, Speicherung und Analyse von seismischen Daten mit Hilfe der Beschleunigungssensoren von Festplatten erhalten. Das Robert Friedlander und James Kraemer zugesprochene Patent beschreibt ein System, das die Stärke und den zeitlichen Verlauf eines Erdbebens mit Hilfe der Beschleunigungssensoren von Server-Festplatten misst. Die gespeicherten Messdaten werden dann direkt anschließend an ein Rechenzentrum weitergeleitet, wo sie in Echtzeit analysiert und die Beben klassifiziert werden. Die daraus resultierenden Erkenntnisse über Beginn, Dauer, Stärke, Frequenz und Ausbreitung des Erdbebens sollen daraufhin an Hilfskräfte übermittelt werden oder auch vor einem nachfolgenden Tsunami warnen. Laut Wired will das Unternehmen in den kommenden Monaten ein erstes Pilotprojekt starten, um die Machbarkeit der Technologie zu zeigen.
Unabhängig von IBM haben jedoch auch schon andere Forscher die Idee aufgegriffen: Kalifornische Seismologen haben beispielsweise bereits 2008 das so genannte Quake-Catcher Network ins Leben gerufen. Die Gruppe bietet Software auf der Basis der Berkeley Open Infrastructure for Network Computing (BOINC) an, die Beschleunigungsmesser in Festplatten von Laptops ausliest. Solche Sensoren werden seit 2005 zunehmend verbaut, um die Festplatte zu schützen, indem sie bei abrupten Bewegungen in eine Parkposition gebracht wird – etwa wenn der Rechner vom Tisch fällt. (wst)