Elektroautos: Zahl der öffentlichen Ladepunkte stieg 2025 um fast 30.000

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der öffentlichen Ladepunkte auf fast 200.000. Das Plus fällt etwas kleiner aus als in den Vorjahren.

vorlesen Druckansicht 129 Kommentare lesen
BMW iX3

Der 2025 vorgestellte BMW iX3 kann in der Spitze mit bis zu 400 kW laden. Die entsprechende Infrastruktur, die das liefern kann, ist in Deutschland derzeit noch rar gesät.

(Bild: BMW)

Lesezeit: 2 Min.
close notice

This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die Bundesnetzagentur hat aktuelle Zahlen zur Ladeinfrastruktur für Elektroautos vorgelegt. Demnach gab es zum Stichtag 1. Januar 2026 in Deutschland 145.256 öffentliche AC-Ladepunkte und 48.729 DC-Ladepunkte. Damit dürfte die Zahl der öffentlichen Lademöglichkeiten noch im ersten Quartal 2026 auf mehr als 200.000 steigen.

1. Januar 2025 1. Januar 2026 Zuwachs in Prozent
AC-Ladepunkte 128643 145256 13
DC-Ladepunkte 36652 48729 33
165.295 193.985 17

Stärker als die Zahl der Ladepunkte stieg prozentual die kumulierte Ladeleistung. Sie liegt inzwischen bei fast 8,1 GW, ein Jahr zuvor waren es noch knapp 6,3 GW. Pro Ladepunkt liegen im Schnitt statt 38 fast 42 kW an. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist selbstverständlich der Ausbau der DC-Ladepunkte mit mindestens 150 kW. Ihre Zahl stieg innerhalb des vergangenen Jahres um 9457 auf 35.353.

Dennoch, und das wird aus der Tabelle oben deutlich, wächst die Zahl der AC-Ladepunkte noch immer schneller als die der mit Gleichstrom. Hintergrund ist, dass für eine Ladesäule mit Wechselstrom ein Anschluss an das dicht geknüpfte Niederspannungsnetz genügt. Ein solcher Ladepunkt liefert in der Regel dreiphasig maximal 22 kW, und mehr können aktuelle Elektroautos auf diesem Weg auch nicht entgegennehmen.

Videos by heise

Für Ladestationen mit Gleichstrom, die sehr viel höhere Ladeleistungen bieten können, muss ein Anschluss an das Mittelspannungsnetz hergestellt werden. Die Kosten dafür sind höher, die potenziellen Einnahmen allerdings auch. Schließlich kann pro Zeiteinheit mehr Strom verkauft werden. Es kann also nicht verwundern, dass sich Anbieter darauf konzentrieren, Ladepunkte mit 300 kW und mehr auszubauen. Schließlich gibt es auch immer mehr Elektroautos, die das abrufen können. Zu ihnen zählen unter anderem Modelle von Xpeng, BMW, Mercedes, Smart und Volvo.

(mfz)