Gebäude-integrierte PV im Realitätscheck: Was Solarfassaden wirklich leisten
Dach PV maximiert den Jahresertrag, Fassaden PV das Tagesprofil: Gebäude-integrierte Photovoltaik ist verlockend. Die Technik ist da, die Fallstricke auch.
(Bild: E3DC)
Wer eine PV-Anlage plant, denkt oft in Jahreserträgen. In Zeiten, in denen aber maßgeblich der Eigenverbrauch über Wirtschaftlichkeit entscheidet, lautet die wichtigere Frage: Wann kommt der Strom tatsächlich an? Klassische Aufdach-Anlagen liefern viel – vorwiegend in der Mittagszeit und im Sommer.
Module an der Fassade können dagegen genau dann Strom liefern, wenn er womöglich stärker gebraucht wird – morgens, am frühen Abend und zu den Jahresrandzeiten. Wer also ohnehin vor einer umfassenden Sanierung steht, kommt schnell auf ein reizvolles Gedankenspiel: Warum die PV-Module nur nachträglich vor die Fassade schrauben, wenn man sie auch direkt als neue, schützende Gebäudehülle integrieren kann?
- In die Fassade integrierte PV liefert pro Quadratmeter deutlich weniger Strom als Aufdach-PV – erzeugt ihn aber zu haushaltsfreundlichen Zeiten.
- Süd- und Westfassaden ergänzen sich zeitlich: Die Südseite punktet in den Übergangsmonaten, die Westseite am Nachmittag und frühen Abend.
- Regulatorik – besonders Brandschutz und baurechtliche Zulassungen – ist in Deutschland ein Hemmschuh, während Länder wie die Schweiz pragmatischer agieren.
- Für Privatanwender ist echte Gebäudeintegration oft noch unwirtschaftlich; aufgesetzte Fassaden-PV (BAPV) kann dieselben Timing-Vorteile liefern.
In der Theorie klingt das vielversprechend – in der Praxis ist Gebäude-integrierte Photovoltaik (Building-Integrated Photovoltaics – BIPV) jedoch kein Selbstläufer. Dieser Artikel zeigt, welche Fassaden-Ausrichtungen die besten Erträge liefern und wo letztlich die größten Fallstricke liegen.
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