Navigationsgeräte im Vergleich: Smartphones gegen PNAs
Smartphones holen mit ihren Softwarelösungen für Navigation auf und machen den klassischen Navigationsgeräten (PNA) zunehmend Konkurrenz. Das hat ein aktueller ADAC-Test ergeben
Hannover, 24. November 2010 – Smartphones holen mit ihren Softwarelösungen für Navigation auf und machen den klassischen Navigationsgeräten (PNA) zunehmend Konkurrenz. Das hat ein aktueller ADAC-Test ergeben, in dem jeweils sieben Geräte beider Kategorien miteinander verglichen wurden.
Updates oft umständlich
Nützliche Eigenschaften, wie etwa die Ansage von Straßennamen, Fahrspurassistent oder die Anzeige von Verkehrsinformationen, wurden bisher hauptsächlich den PNAs zugeschrieben. Inzwischen gibt es aber auch Smartphones, die auf diesen Feldern punkten. Nicht alle der Smartphones sind allerdings mit Halterungen zur Befestigung im Auto ausgestattet. Ein weiterer Kritikpunkt im Test war, dass der Download für Software oft umständlich sei und viel Zeit beanspruche. Bei den Downloads fehlt häufig auch eine Bedienungsanleitung für die Software. Dazu kommt, dass das mitgelieferte Kartenmaterial oft veraltet ist und Updates bei vielen Anbieten recht teuer sind. ADAC-Tester Stefan Grabmaier: „Die Forderung an die Hersteller sind, das Kartenmaterial auf den Verpackungen abzudrucken, Updates günstiger anzubieten und auch, das die schneller auf das Gerät aufgespielt werden können.“ Positiv fällt die Lösung von Navigon auf, wo man für knapp 20 Euro Aufpreis zwei Jahre lang Kartenupdates downloaden kann. Einzige Bedingung: Der Käufer muss sich dafür innerhalb von 30 Tagen nach dem Kauf entscheiden.
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Bei den PNAs holte das TomTom-Gerät den Testsieg.
Ohne Flatrate drohen hohe Kosten
Unerlässlich ist es, bei den Smartphones die Mobilfunktarife der verschiedenen Anbieter zu prüfen. Denn die Kosten enden meist nicht beim Kauf der Software. Findet ein Datentransport für Verkehrsinformationen oder Kartendaten über das Mobilfunknetz statt, kann es sehr teuer werden. Wer keine Daten-Flatrate hat, zahlt extra. Falls im Ausland navigiert wird, fallen unter Umständen zusätzlich hohe Roamingkosten an.