Navigationsgeräte im Vergleich: Smartphones gegen PNAs
PNAs nach wie vor eine gute Wahl
Ob man sich für ein herkömmliches PNA entscheidet oder ein Smartphone als Wegweiser nutzt, hängt von der persönlichen Situation ab: Wird die Navigation für den Urlaub und den täglichen Gebrauch benötigt, empfiehlt sich ein mobiles Navigationsgerät. In diesem Fall ist es die praktikablere und meist auch günstigere Lösung. Auch wer keine Zeit oder keine Lust zur intensiven Beschäftigung mit den Programmen hat, sollte eher zu den herkömmlichen Navigationsgeräten greifen. Ist allerdings schon ein Smartphone vorhanden, ist der Erwerb einer dazu passenden Navigationssoftware sinnvoll und wirtschaftlich. Zu dem Preis für die Software muss noch entsprechendes Zubehör wie eine Halterung und ein Stromkabel fürs Auto gerechnet werden. Bei einigen Anbietern werden dafür über 40 Euro fällig.
Smartphones schneller bereit
Im Test fiel auf, dass die Zeiten, bis die Geräte nach dem Einschalten Satellitenempfang hatten, recht unterschiedlich waren. Das RS-50-3D von Navgear, mit 170 Euro im Testfeld das billigste Gerät, brauchte dafür am längsten. Hier schnitten die Smartphones tendenziell besser ab. Vor dem Kauf sollte auch bedacht werden, wie groß das Gerät sein soll. Der Trend zu immer größeren Displays führt einerseits zwar zu einer besser Ablesbarkeit und leichterer Bedienung, schränkt allerdings den Blick durch die Frontscheibe ein.
Kein „sehr gut“ im Test
Gesamtsieger im Test wurde die Navigationssoftware MN 7 von Navigon. Sie lief auf dem iPhone 4 und erhält die Bestnote 1,7. In den Kriterien „Routenberechnung“ und „Verkehrsinformationen“ bekommt sie Topbewertungen. Auch in den anderen Kriterien erreicht diese Lösung durchweg gute Noten. Bei den Navigationsgeräten sticht das Modell Go Live 1000 von TomTom hervor, vor allem wegen seiner guten Routenberechnung (Bewertung 1,6). Fünf von sieben Softwarelösungen für Smartphones erreichten im Test das Gesamturteil „gut“. Bei den Navigationsgeräten schneiden dagegen nur drei von sieben mit „gut“ ab. Keines der getesteten Produkte erhielt die Note „sehr gut“.
(mit Material des ADAC) (mfz)