ADAC: Elektrische Verbraucher sorgen für Mehrverbrauch

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Von
  • Gernot Goppelt

Dass elektrische Verbraucher im Auto den Spritverbrauch erhöhen, ist nichts Neues. Denn die Energie, welche von den elektrischen Helfern im Fahrzeug gebraucht wird, wird vom Generator erzeugt. Um die Mehrlast der elektrischen Konsumenten abzudecken, muss dieser mehr Strom erzeugen. Dies bedeutet für den Motor Mehrarbeit, der Kraftstoffverbrauch steigt.

Interessant ist eine neue Aufstellung des ADAC, in der der Club den Einfluss der Verbraucher auf den Verbrauch beziffert. Am meisten kosten demnach vor allem Komfortfunktionen: Sind Heckscheiben und Sitzheizung aktiv, Lüftung und Beleuchtung eingeschaltet, werden dafür zirka 500 Watt Strom benötigt. Das heißt, der Verbrauch je 100 Kilometer steigt um einen halben Liter Kraftstoff. Bei einer Fahrt zwischen München und Frankfurt sind das immerhin drei Euro Zusatzkosten.

Generell kann man laut ADAC von folgender Faustformel ausgehen: 100 Watt Stromverbrauch entsprechen einem Mehrverbrauch von 0,1 Liter pro 100 Kilometer. Mittelwerte mehrerer vom ADAC getesteter Autos verschiedener Fahrzeugklassen ergeben folgendes Bild: Die Lüftung braucht 171 Watt (Mittelstellung), Abblendlicht 125 Watt, Schluss- und Nebelleuchten 35 Watt, Nebelscheinwerfer 110 Watt, Sitzheizung 102 Watt, Lenkradheizung 50 Watt und die beheizten Außenspiegel 40 Watt. Relativ wenig Strom benötigt das Radio (21 Watt), ein mobiles Navi (sieben Watt) und ganz besonders sparsam: der iPod, der mit zwei Watt zufrieden ist. In der Summe können allerdings schnell mehr als 600 Watt Stromverbrauch entstehen.

Elektrische Verbraucher sollten deshalb nur dann zugeschaltet werden, wenn man sie unbedingt benötigt. Wer die Heckscheibenheizung ausmacht, sobald die Scheibe frei ist, oder die Sitzheizung nicht permanent mitlaufen lässt, spart Geld. Keinesfalls mit Strom geizen sollte man natürlich, wenn es um Sicherheit geht, etwa beim Licht oder beim Radio (Verkehrsfunk). (ggo)