Sun gibt Source-Code für Single-Signon-Lösung frei
Sun gründet die Entwickler-Community "Open Source Web Single Sign-On" (OpenSSO), die auf Basis des teilweise freigegebenen Quellcodes des Java System Access Manager arbeiten soll.
Mit der Liberty Alliance hatte Sun bereits eine herstellerunabhängige Lösung für ein Identitätsmanagement im Internet initiiert, die in Konkurrenz vor allem zu Microsofts Passport eine Signon-Lösung entwickelte, die nicht auf eine zentrale Server-Infrastruktur setzte. Nun macht Sun einen weiteren Schritt, seine Position bei Identitätsmanagement-Lösungen mit Java zu stärken: Der Unix- und Server-Spezialist will den Source-Code seiner Website-Authentifizierungs- und Single-Signon-Lösungen freigeben. Zudem gründet Sun die Entwickler-Community "Open Source Web Single Sign-On" (OpenSSO), die auf Basis des freigegebenen Quellcodes an Identitätsmanagement-Lösungen arbeiten soll.
Ersten Code will Sun unter der auch für OpenSolaris genutzten Common Development and Distribution License (CDDL) im vierten Quartal dieses Jahres veröffentlichen; alle benötigten Quelltexte möchte Sun dann bis zum Frühjahr 2006 zugänglich machen. Der Web-Community will Sun zudem unter anderem Dokumentationen, Beispielcode und weitere Informationen zuliefern. Für die Freigabe sind unter anderem Teile aus Suns Java System Access Manager vorgesehen; der Code ist erst einmal für die Authentifizierung innerhalb einer Organisation und nicht für firmenübergreifende Identifizierung gedacht.
Identitätsmanagement und Single-Signon-Lösungen gelten vielen Beobachtern als Wachstumsmärkte der Industrie: Sowohl im öffentlichen Netz als auch in den internen Netzen von mittleren und großen Unternehmen sehen sich Administratoren und User mit ständig wachsenden Anforderungen an Zugangskontrolle und -Steuerung für unterschiedliche Ressourcen konfrontiert. Auch Novell beispielsweise setzt neben der Linux-Strategie die Hoffnungen für zukünftige Geschäfte auf die Lieferung von Lösungen zum Identity Management. (jk)