Subaru lässt Hunde ans Steuer

Subaru ist es in den USA gelungen, mit relativ geringen Mitteln einen Werbehit zu landen. Unter dem Motto "Dog Tested. Dog Approved" lässt der Allrad- und Boxerspezialist in der Werbung Hunde ans Steuer

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Von
  • Gernot Goppelt
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Cherry Hill, New Jersey (USA), 15. Februar 2011 – Anders als in Deutschland ist Subaru in den USA kein Exot, sondern agiert im Markt auf Augenhöhe mit VW. Hier wie dort neigt aber Subaru durchaus zu ungewöhnlichen bis schrulligen Werbekonzepten. In Deutschland wirbt Subaru seit Jahren mit der Allrad-Lady, einem Fahrwettbewerb, bei dem, wie der Name schon sagt, nur Frauen antreten. Vor einigen Wochen zeigte sich der Autohersteller mit seinen Allradlern auf der Messe "Jagd und Hund" und in der Vergangenheit war gelegentlich das Sondermodell "Hubertus" im Programm. Inwieweit diese Aktionen die Zulassungszahlen positiv beeinflussen konnten, ist uns nicht bekannt.

Noch origineller ist eine Kampagne, die Subaru in den USA parallel zum jährlich stattfindenden Super Bowl gestartet hat, also dem nationalen Football-Endspiel, bei dem gefühlt ganz Amerika vor dem Fernseher sitzt. Während beispielsweise VW sehr viel Geld in einen (übrigens köstlichen) Werbespot investierte, um einen der begehrten Werbeplätze im Endspiel zu ergattern, forderte Subaru die Menschen auf, während des Super Bowls ihren Hund auszuführen. Und das klappte sogar: Gut 116.000 Hundehalter schwänzten laut Subaru den Super Bowl, ein Rekordergebnis, wie der Hersteller mitteilte. Zudem gibt es Werbespots unter dem Motto "Dog Tested. Dog Approved", also etwa "vom Hunde geprüft und für gut befunden". Mittlerweile ist eine ganze Reihe von Filmchen entstanden, in denen die Hundestars Olive und Zelda zum Beispiel auf einer Schneefläche driften, sich im Einparken üben oder versuchen, beim Drive-Through eines Schnellrestaurants eine Bestellung aufzugeben.

Subaru lässt Hunde ans Steuer (3 Bilder)

Olive und Zelda sind die Stars der Subaru-Werbespots in den USA.

(Bild: Subaru / Youtube)

Man kann sich schon fragen, ob Subaru mit dem "Dog Walk Event" nicht ein wenig das Thema verfehlt, doch das würde auch amerikanischen Subaru-Fahrern wohl nicht gerecht. Obwohl Subaru in den USA viel besser da steht als hierzulande, hat die Marke ein sehr eigenständiges Image. Außerdem sollen immerhin zwei Drittel der Subaru-Fahrer Haustierbesitzer sein – das erhöht die Chance, dass sie statt des Super Bowls vielleicht den "Puppy Bowl" anschauen, der auf dem amerikanischen Sender "Animal Planet" läuft. Beim Puppy Bowl, einer Niedlich-Version des großen Originals, jagen kleine Welpen in einem Mini-Stadion einem Ball hinterher. Am 6. Februar 2011 fand das muntere Treiben sage und schreibe 9,2 Millionen Zuschauer, viele von ihnen wahrscheinlich potenzielle Subaru-Kunden.