AMD setzt sich ehrgeizige Wachstumsziele

Der Chiphersteller strebt bis 2009 einen Marktanteil von 30 Prozent bei Prozessoren für Server und PCs an. Zu den Hoffnungsträgern, die Intels Vorherrschaft brechen sollen, gehört AMDs Opteron-Chip.

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Von
  • Sven-Olaf Suhl

AMD hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2009 einen Anteil von 30 Prozent im Markt für Prozessoren für Server und PCs zu erreichen. Diese Vorgabe hat der AMD-Vizepräsident für den Geschäftskundenbereich, Ben Williams, US-Medien zufolge verkündet. Demnach rechnet AMD damit, in der später im August erwarteten Markterhebung von IDC einen aktuellen Marktanteil bei Servern von über zehn Prozent attestiert zu bekommen. Nachdem AMD vor 2002 praktisch nicht an diesem Segment vertreten war, konnten die Kalifornier Ende 2004 immerhin schon mit acht Prozent an diesem Geschäft teilhaben. Ende Juli hatten die Analysten von Mercury Research verkündet, dass AMDs Marktanteil bei x86-Servern auf 11,2 Prozent gestiegen ist.

Um die ehrgeizigen Wachstumsziele zu erreichen, setzt AMD auf Hoffnungsträger wie seine Opteron-Prozessoren, die unter anderem von HP eingesetzt werden. AMD-Manager Williams setzt vor allem auf das Geschäft mit Blade-Servern, die laut IDC in vier Jahren ein Viertel der verkauften Server ausmachen werden. Laut Williams sollen die AMD-Prozessoren bereits heute leistungsfähiger als die Xeon-Prozessoren von Intel sein.

Williams nahm nicht weiter zu der Frage Stellung, inwieweit AMD -- über den technischen Wettbewerb hinaus -- darauf angewiesen ist, die Vorherrschaft von Intel auf juristischem Weg zu brechen. AMD wirft dem Chip-Riesen vor, seine Marktmacht durch Rechtsverstöße errungen und ausgebaut zu haben. Hierzu zählt nach Ansicht von AMD, dass Intel durch ein System von Rabatten und Bonuszahlungen Hardwarehersteller dazu bringt, AMD-Prozessoren gar nicht oder nur in einem bestimmten Umfang zu verbauen. Intel ist inzwischen auch ins Visier der EU-Kommission geraten. (ssu)