T-Mobile bringt Sidekick 3

Mit dem Sidekick 3 stellt der Netzbetreiber T-Mobile eine ĂĽberarbeitete Version des auch von E-Plus unter dem Namen Hiptop verfĂĽgbaren mobilen Internet-Terminals von Danger vor.

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Mit dem Sidekick 3 stellt der Netzbetreiber T-Mobile eine überarbeitete Version des auch von E-Plus unter dem Namen Hiptop verfügbaren mobilen Internet-Terminals von Danger vor. Der Schwerpunkt des als "mobile Internet-Maschine" beworbenen Geräts liegt in der Bearbeitung von E-Mails und dem Chat – neben den schon beim Vorgänger installierten IM-Clients von AOL und Yahoo ist nun auch eine Software für die Verbindung mit MSN-Kontakten an Bord. Der integrierte Web-Browser nimmt weiterhin keinen direkten Kontakt mit dem Web auf, sondern erhält seine Daten vom Danger-Server, der Web-Grafiken und E-Mail-Anhänge für einen schnelleren Download komprimiert und an die Display-Größe des Sidekick anpasst. E-Mails muss man mit dem Sidekick 3 nicht explizit abholen, der Danger-Server pusht sie auf das Mobilgerät. Ein POP3- und IMAP4-Client steht zusätzlich zur Verfügung.

Das 240 x 160 Pixel große Display mit 16 Bit Farbtiefe verbirgt eine QWERTZ-Tastatur. Bei eingefahrenem Display bedient man das Sidekick 3 über einen Trackball, eine klassische Nummerntastatur fehlt. Die Auflösung der internen Kamera steigt vom VGA-Niveau auf 1,3 Megapixel; für die Speicherung der Daten stehen neben dem internen Speicher von 64 Megabyte nun Speicherkarten im miniSD-Format zur Wahl. Die Speicherkarte lässt sich direkt über den USB-Anschluss befüllen.

Auch als MP3-Player soll das Sidekick 3 nun dienen, für den Anschluss eines Kopfhörers steht eine 2,5-mm-Klinkenbuchse zur Verfügung. Mono-Headsets können zudem auch via Bluetooth angebunden werden, weiter unterstützt das Sidekick Object Push (etwa zur Übertragung von Adressinformationen via Bluetooth). Als Funkmodem lässt es sich jedoch weiterhin nicht nutzen, da das DUN-Profil fehlt.

Eine der wesentlichen Neuerungen betrifft die Netzanbindung: Zwar bringt der Neuling weder UMTS noch WLAN mit, sorgt aber mit dem GPRS-Turbo EDGE für eine recht schnelle Datenanbindung an das T-Mobile-Netz – auch in amerikanischen GSM-Netzen, das Gerät funkt auf 900, 1800 und 1900 MHz.

Eher enttäuschend sind die angegebenen Werte zu den Akkulaufzeiten des rund 190 Gramm schweren und 130 mm x 59 mm x 22 mm großen Geräts: Gerade einmal 4,5 Stunden Sprechzeit und 72 Stunden Bereitschaftszeit gibt der Hersteller an. Immerhin lässt sich der Energiespender einfach gegen einen Ersatzakku austauschen.

T-Mobile bietet das Gerät nur in Verbindung mit einem Laufzeitvertrag und einer zusätzlichen Datenoption an. Mit dem Tarif Relax 100 (28 Euro pro Monat, 100 Inklusivminuten in alle Mobilfunknetze und das deutsche Festnetz) kostet das Sidekick 380 Euro, die Datenoption Sidekick Data mit 30 Megabyte Datentransfervolumen kostet zusätzlich 15 Euro pro Monat. Das wie schon der Vorgänger von Sharp gebaute Gerät soll ab sofort verfügbar sein. (ll)