T-Mobile sieht gute Marktchancen auf US-Markt

Die Übernahmewelle auf dem US-Mobilfunkmarkt bietet nach Einschätzung von Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke der Tochterfirma T-Mobile große Chance für Marktwachstum.

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  • dpa

Die Übernahmewelle auf dem US-Mobilfunkmarkt bietet nach Einschätzung von Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke der Tochterfirma T-Mobile große Chance für Marktwachstum. Im nächsten Jahr werde das Unternehmen rund 20 Millionen Nutzer haben, sagte er der Financial Times Deutschland. "Bis 2010 peilen wir 30 bis 35 Millionen Mobilfunkkunden in den USA an." T-Mobile USA gilt heute bereits als die umsatzstärkste Mobilfunkgesellschaft der Telekom.

In den USA ist T-Mobile nach dem Zusammenschluss von Cingular/AT&T Wireless sowie Sprint/Nextel als Nummer vier der kleinste landesweite Anbieter. Cingular/AT&T haben durch ihre Fusion den langjährigen Marktführer Verizon Wireless auf Rang zwei verdrängt. T-Mobile würden sich in den kommenden zwei Jahren große Chancen eröffnen, neue Kunden zu gewinnen, weil die Rivalen mit dem Zusammenschluss beschäftigt seien, betonte Ricke. Bis Ende September steigerte T-Mobile US die Kundenzahl um 3,2 Millionen auf 16,3 Millionen Nutzer. Zum Vergleich: Cingular Wireless zählt derzeit etwa 47 Millionen, Verizon Wireless 42 Millionen und Sprint-Nextel insgesamt rund 40 Millionen Nutzer.

Bis zum Jahresende sollen Ricke zufolge mehr als 17 Millionen Kunden über das Netz von T-Mobile US telefonieren. "Amerika ist ein riesiger Markt mit 280 Millionen Menschen, von denen nur etwa 60 Prozent ein Handy besitzen.", sagte er dem Hamburger Wirtschaftsblatt. Weitere Zukäufe auf dem US-Markt schloss der Telekom-Chef aus.

Nach dem Sprint/Nextel-Zusammenschluss hatten Telekommunikationsexperten gewarnt, T-Mobile könne durch den zu erwartenden Preiskampf der drei Marktführer arg unter Druck geraten. (dpa) / (hos)