US-Regierung verkauft Chrysler-Anteile an Fiat
Die US-Regierung verkauft ihre verbliebene sechsprozentige Beteiligung am Autokonzern Chrysler für 500 Millionen Dollar (derzeit rund 345 Millionen Euro) an den italienischen Autobauer Fiat. Das teilte das US-Finanzministerium am späten Donnerstag in Washington mit. Der Fiat-Anteil an Chrysler beläuft sich bisher auf 46 Prozent.
Die Verschmelzung von Fiat und Chrysler wird besonders bei der Marke Lancia, die auch zum Fiat-Konzern gehört, deutlich.
Der Fiat-Konzern will zusätzlich 75 Millionen Dollar für das Recht auf den Tisch legen, die Anteile aus einem Gewerkschaftspensionsfonds kaufen zu können. Die US-Regierung erhalte davon 60 Millionen Dollar und die kanadische Regierung 15 Millionen Dollar, hieß es in der Mitteilung des US-Finanzministeriums.
Chrysler hatte 7,6 Milliarden Dollar an Staatshilfen zurückgezahlt. Der US-Fiskus erhielt dabei 5,9 Milliarden Dollar und der kanadische Staat 1,7 Milliarden Dollar. Damit wurde auch der Weg frei für eine Mehrheitsübernahme durch Fiat. Die US-Regierung hatte Hunderte Milliarden Dollar sogenannter TARP-Hilfen bereitgestellt, um Unternehmen in der Wirtschaftskrise vor dem Untergang zu retten. Präsident Barack Obama will an diesem Freitag das Chrysler-Werk in Toledo im Bundesstaat Ohio besuchen. (dpa) (mfz)