Honda testet den Elektroroller EV-neo
Der japanische Hersteller testet seinen neuen E-Scooter ein Jahr lang in Europa. Auf dem heimischen Markt gibt es den EV-neo bereits zu leasen. Die Ladezeit beträgt etwa dreieinhalb Stunden
- Martin Schou
Offenbach, 11. Juli 2011 – Honda testet ein Jahr lang den neuen 2,8 kW (3,8 PS) starken E-Roller EV-neo. 18 Exemplare werden von der Stadtverwaltung von Barcelona erprobt. Der japanische Hersteller bietet den mit Lithium-Ionen-Batterien bestückten E-Scooter bereits seit April 2011 in Japan zum Leasen an. Honda erwartet auf dem heimischen Markt anfangs einen Absatz von etwa 1000 Exemplaren.
Kurze Strecke, kurze Ladezeit
Die Reichweite des knapp 110 Kilogramm schweren Gefährts liegt bei bis zu 34 Kilometer. Dafür muss die Strecke aber eben sein und die Durchschnittsgeschwindigkeit bei rund 30 km/h liegen. Selbst für ein Elektrozweirad, das vorwiegend in der Stadt bewegt wird, ist dies sehr knapp bemessen. Allein die Frage, ob die Reichweite für den Praxisbetrieb ausreicht, dürfte bei dem Flottenversuch eine wichtige Rolle spielen. Immerhin: Das Laden dauert nur dreieinhalb Stunden, mit dem Schnellladegerät genügt sogar eine halbe Stunde. Unter dem Sitz befindet sich ein mobiles Ladegerät für unterwegs.
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Honda lässt die Stadtverwaltung von Barcelona 18 Exemplare des Elektroroller EV-neo testen.
Der Motor des E-Scooter hat dieselbe Basis wie der Elektrowagen Monpal ML200. Beide Fahrzeuge können deshalb zusammen auf der Fertigungslinie im japanischen Werk Kumamoto montiert werden. Dadurch verringern sich Entwicklungs- und Produktionskosten. (imp)