Bericht: Festnetzsparte der Telekom steht vor harten Einschnitten

Der T-Com droht ein Stellenabbau in fünfstelliger Höhe. Probleme mache vor allem das Geschäft von T-Online, das gegen die aggressive DSL-Konkurrenz an Boden verliert, berichtet das "Manager Magazin".

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Von
  • Sven-Olaf Suhl

T-Com, die Festnetzsparte der Deutschen Telekom AG, die derzeit rund 110.000 Mitarbeiter beschäftigt, steht vor einer radikalen Umstrukturierung. Sie könnte den Abbau von jährlich jeweils 10.000 bis 15.000 Stellen bis 2008 mit sich bringen. Dies berichtet das manager magazin. Demnach hat T-Com-Chef Walter Raizner ein Restrukturierungsprogramm unter dem Titel "Improve" gestartet, das eine Reduzierung der aktuell etwa 700 verschiedenen Produkte der T-Com auf rund 80 anstrebt. Außerdem sollen Geschäftsprozesse wie die Auftragsannahme oder der Stördienst vereinfacht und beschleunigt werden.

Raizner war vor einem Jahr vom Chefsessel von IBM-Deutschland in den Konzern gewechselt, um die neu geschaffene Konzernsparte T-Com zu leiten, in der das Geschäft mit Festnetzelefonie- und Internet-Anschlüssen gebündelt werden soll. Besonders prekär sei die Situation bei der Konzerntochter T-Online, so das Magazin, da der Internet-Provider in den vergangenen Monaten unter dem harten Wettbewerb im DSL-Geschäft litt und weniger Kunden gewann als die Konkurrenten.

T-Online soll nach dem Willen der Telekom in den Mutterkonzern reintegriert werden. Aufgrund mehrerer Klagen gegen die Fusion könne diese jedoch frühestens zum Jahresende wirksam werden. Dennoch habe der T-Com-Chef bereits entschieden, dass dem zukünftigen, achtköpfigen Führungsteam der Festnetzsparte mit Burkhard Graßmann und Andreas Kindt lediglich zwei bisherige T-Online-Manager angehören werden, so das manager magazin. (ssu)