Gewerkschaft der Polizei fordert Tempo 30 in Städten

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Die Gewerkschaft der Polizei in Nordrhein-Westfalen hat sich für Tempo 30 in den Städten und für ein Tempolimit von 130 auf Autobahnen ausgesprochen. „Statt Wohngebiete durchgängig als Tempo-30-Zonen auszuweisen, müssen wir darüber nachdenken, die zulässige Höchstgeschwindigkeit in den Städten auf 30 Stundenkilometer zu beschränken“, sagte der NRW-Landesvorsitzende der GdP Frank Richter in einem Gespräch gegenüber der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ) am Mittwoch. Auf Durchgangsstraßen könne die Höchstgeschwindigkeit weiterhin bei mehr als Tempo 50 liegen. Die Gewerkschaft beruft sich auf Studien, wonach Fußgänger bei einer Kollision mit einem Auto bei Tempo 50 nur 20 Prozent Überlebenschance und bei Tempo 60 keine Überlebenschance haben.

In einem umfangreichen Positionspapier, das die GdP am Mittwoch vorstellte, fordert sie unter anderem ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen, niedrigere Höchstgeschwindigkeiten auf Landstraßen und innerorts, eine Absenkung der Promillegrenze von 0,5 auf 0,3 sowie verpflichtende Sicherheitstrainings für Fahranfänger und Senioren. Mit diesen Maßnahmen will Richter der „Vision Zero“ näher kommen. „Jeder Unfalltote ist ein Toter zu viel“, so Richter gegenüber der NRZ.

(Mit Material der dpa) (mfz)