Neuer Lancia Thema im Fahrbericht

Nach schwierigen Jahren versucht Lancia mit optisch leicht veränderten Modellen auf Chrysler-Basis einen Neuanfang. Wenige Wochen vor der Händler-Premiere des neuen Lancia Thema konnten wir ihn schon ausprobieren

vorlesen Druckansicht 14 Kommentare lesen
Lesezeit: 4 Min.
Von
  • Gregor Hebermehl
Inhaltsverzeichnis

Turin (Italien), 24. Oktober 2011 – Nach einigen schwierigen Jahren versucht Lancia mit optisch leicht veränderten Modellen auf Chrysler-Basis einen Neuanfang. Wenige Wochen vor der Händler-Premiere des neuen Lancia Thema konnten wir die Limousine schon ausprobieren.

Der neue Lancia Thema basiert auf dem Chrysler 300, dem Nachfolger des 300C, und wird in Kanada gebaut. Seit Juli 2011 gehört Chrysler mehrheitlich zum Fiat-Konzern. Damit bewahrten die Italiener die insolventen Amerikaner vor einem langsamen Sterben auf Raten, wie es Saab gerade durchmacht. Fiat-Tochter Lancia vertreibt nun einige Chrysler-Modelle in Europa. Die Änderungen gegenüber dem amerikanischen Original fallen beim Thema marginal aus: Vorne und hinten prangt das Lancia-Logo und im Innenraum gibt es eine Analoguhr.

Neuer Lancia Thema im Fahrbericht (19 Bilder)

Der neue Lancia Thema

Dem jüngsten Lancia-Spross sind seine US-Design-Gene aufgrund von Größe und Kantigkeit deutlich anzumerken. Beim Öffnen der Kofferraumklappe fällt auf: Sowohl die Ladekante als auch die Ladeschwelle fallen sehr hoch aus. Eine Kombi-Variante, wie es sie vom Chrysler 300C noch gab, ist nicht in Planung.

Der Innenraum des Thema wurde mit Leder und dunklem Holz ausgekleidet. Die Ausstattung wirkt deutlich feiner als noch beim Vorgänger. Aber in dem von uns gefahrenen Wagen hat die Verarbeitung noch Potenzial zur Verbesserung: Die Holzleisten sitzen schief, die Holzlamellen-Jalousie in der Mittelkonsole wirkt schon verwittert und die Holzeinlage in der Tür wurde nicht durchgehend gefärbt. Außerdem wirft das Leder in den Türverkleidungen an Stellen Falten, wo keine Falten hingehören. Verarbeitungsmängel, die in dieser Klasse nicht akzeptabel sind.