Hauptuntersuchung wird reformiert
Die Hauptuntersuchung (HU) wird reformiert. Künftig gibt es keine Rückdatierung mehr, neu sind dagegen eine Probefahrt und eine Überprüfung der elektronischen Sicherheitssysteme. Die Änderungen sollen am 1. Juli 2012 in Kraft treten
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München, 11. April 2012 – Die Hauptuntersuchung (HU) wird reformiert. Künftig gibt es keine Rückdatierung mehr, neu sind dagegen eine Probefahrt und eine Überprüfung der elektronischen Sicherheitssysteme. Die Änderungen sollen am 1. Juli 2012 in Kraft treten.
Wegfall der Rückdatierung
Zu den wichtigsten Punkten gehört der Wegfall der Rückdatierung: Der Termin für die nächste HU orientiert sich künftig nicht mehr wie bisher am Fälligkeitsdatum, sondern am tatsächlichen HU-Termin. Wer zukünftig die HU mehr als zwei Monate überzieht, muss mit einer genaueren Überprüfung seines Fahrzeugs rechnen, die noch dazu 20 Prozent teurer ist. Daneben droht, wie bisher auch, eine Geldbuße. Zudem sind Autofahrer, die mit abgelaufener HU-Plakette einen Unfall verursachen, möglicherweise nicht versichert. Der Wegfall der Rückdatierung wird in den meisten Bundesländern erst mit dem endgültigen Inkrafttreten der Änderungen wirksam. In Baden-Württemberg wurde die Rückdatierung bereits am 1. April ausgesetzt, in Hessen sogar schon im Jahr 2011.
Hauptuntersuchung wird reformiert (1 Bilder)

Bei der Hauptuntersuchung ändert sich so manches. So werden beispielsweise elektronische Systeme mit getestet.
Probefahrt vorgeschrieben
Außerdem macht der Prüfer bei der HU eine Probefahrt mit dem Auto, um die elektronischen Systeme zu überprüfen. Dabei werden Airbags, ABS, ESP und Abstandstempomat kontrolliert. Der Prüfer schließt ein Messgerät an die OBD-Schnittstelle (On Board Diagnose) des Autos an und checkt, ob die Sicherheitsassistenten richtig funktionieren. Diese Prüfung wird schrittweise ab dem nächsten Jahr eingeführt.