Der Dodge Ram wird etwas weniger durstig
Weiterhin groß, weiter mit dickem V8, aber viel sparsamer: Der Chrysler-Konzern stellt die überarbeiten Pick-ups der Submarke Ram vor. Unter dem Blech stecken jetzt sparsamere Motoren und modernere Getriebe
- skr
Detroit (USA), 16. April 2012 – Der Chrysler-Konzern stellt die überarbeiten Pick-ups der Submarke Ram, auch Ram Trucks genannt, vor. Unter dem Blech stecken jetzt sparsamere Motoren und modernere Getriebe. So wird der Ram 1500 vom 3,6-Liter-Pentastar-V6 angetrieben. Er ist mit einer variablen Ventilsteuerung ausgerüstet, leistet 42 Prozent mehr und generiert 13 Prozent mehr Drehmoment als der 3,7 Liter große Vorgänger-Sechszylinder. In Zahlen: 309 PS und 365 Nm. Der Verbrauch soll um 20 Prozent niedriger als beim alten Modell ausfallen. Wer unbedingt einen V8 will, muss zum 5,7-Liter-Hemi greifen. Rund 400 PS und 552 Nm lassen den Lastesel nach vorne preschen. Gegen übermäßigen Durst soll unter anderem eine Zylinderabschaltung helfen.
Achtgang-Automatik
Sowohl der V6 als auch der V8 werden mit dem neuen TorqueFlite 8, einem Achtgang-Automatikgetriebe, angeboten. Früher war nur eine altmodische Viergang-Automatik im Angebot. Statt eines normalen Automatik-Wahlhebels in der Mittelkonsole oder am Lenkrad erfolgt die Gangwahl durch einen elektrischen Drehschalter am Armaturenbrett. Positiver Nebeneffekt: In der Mittelkonsole gibt es mehr Ablagemöglichkeiten. Ein neues System, um das Getriebeöl auf Temperatur zu bringen, soll zudem beim Spritsparen helfen. Sobald der Motor seine Betriebstemperatur erreicht hat, führt der Kühlwasserkreislauf durch einen Wärmetauscher im Öl der Achtgangautomatik. Durch die raschere Aufheizung sollen die Reibung schneller verringert und 1,7 Prozent Kraftstoff eingespart werden. Ein Start-Stopp-System bringt weitere 3,3 Prozent Ersparnis. Des Weiteren werden dem Ram 1500 rollwiderstandsoptimierte Reifen aufgezogen.
Der Dodge Ram wird etwas weniger durstig (20 Bilder)

Chryslers Tochtermarke Ram Trucks hat den Pick-up Ram 1500 überarbeitet.
Bessere Aerodynamik
Außen erkennt man den neuen Ram am größeren Kühlergrill und anderen Zierteilen. Die Frontblinker und Rückleuchten arbeiten mit LEDs. Feinschliff reduzierte überdies den Luftwiderstand. Laut Chrysler hat beispielsweise der Ram 1500 Regular Cab 4x2 mit 0,363 den besten cW-Wert seiner Klasse – für sich betrachtet allerdings ein bescheidener Wert, moderne Pkws liegen in der Regel unter 0,30. Das vergleichbare Vorgängermodell hatte noch einen cW-Wert von 0,386. Selbst das neue Luftfahrwerk soll zum Sparen beitragen. Ein Prozent Ersparnis geht auf das Konto des "Aero"-Modus, in dem sich das Fahrzeug ab einer bestimmten Geschwindigkeit um 2,8 Zentimeter absenkt. Über zwei Offroad-Einstellungen lässt sich die Bodenfreiheit des Ram 1500 von regulären 22 auf bis zu 27 Zentimeter erhöhen. Beim Parken kann sie auf 17 Zentimeter reduziert werden. Während der Fahrt stellt sich das Luftfahrwerk selbstständig auf Anhängerbetrieb oder Beladung ein.