Peugeot: Neue Limousine 301 und konstante Nummern
Peugeot führt Ende 2012 mit dem 301 ein neues Modell ein. Mit der Stufenhecklimousine wird auch eine neue Benennungspolitik eingeführt: Die letzte Ziffer ändert sich beim Generationswechsel nicht mehr
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Paris, 25. Mai 2012 – Peugeot stellt ein auf dem Pariser Autosalon 2012 eine neue Stufenhecklimousine vor. Der 301 ist vorwiegend für Schwellenländer gedacht, wo robuste und preiswerte Stufenheck-Modelle nach wie vor stark gefragt sind. Ein Verkauf in Deutschland ist, zumindest derzeit, nicht geplant. Sollte sich der Skoda Rapid aber hierzulande besser verkaufen als gedacht, könnte Peugeot diese Strategie durchaus noch überdenken. Fest steht dagegen, dass die Franzosen ihre Modellbezeichnungen künftig klarer strukturieren.
Lückenhafte Sicherheitsausstattung
Der 301 ist mit 4,44 Meter nur wenig länger als ein Peugeot 308, doch die nahe liegende Vermutung, es könnte sich um eine Stufenheckversion des 308 handeln, trifft wohl nicht zu. Darauf weist schon der andere Radstand hin – 2,65 statt 2,60 Meter wie beim 308. Das Kofferraumvolumen des neuen Modells beträgt 506 Liter. Die Sicherheitsausstattung macht indes deutlich, dass der 301 eher nicht nach Deutschland kommt: ESP und ABS sind wohl serienmäßig, doch es gibt nur vier Airbags. Die meisten Konkurrenten auf dem deutschen Markt verfügen ab Werk zusätzlich über Kopfairbags, die für den 301 nicht vorgesehen sind. Auch moderne Assistenzsysteme wird der 301 nicht bekommen.
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Peugeot führt ein neues Modell ein: den 301
Künftig konstante Nummern
Wichtiger aus deutscher Sicht als der hierzulande nicht angebotene 301 ist die veränderte Benennungspolitik, die Peugeot mit dem neuen Modell bekanntgibt. Die bisherige Strategie wurde im Jahr 1929 mit dem 201 eingeführt. Dabei war die Null in der Mitte ein patentiertes Markenzeichen von Peugeot. Die erste Ziffer stand für das Segment und die Größe des Fahrzeugs. Die letzte Ziffer wies auf die Generation hin, zu der das Fahrzeug gehört, und wurde beim Generationswechsel hochgezählt. Später wurde die Palette durch „Doppelnull-Modelle“ wie den 3008 oder 5008 ergänzt, die Vans oder SUVs darstellen. Doch das Prinzip blieb erhalten.
Bei der neuen Benennung bleibt die Funktion der ersten Ziffer sowie der Null oder Doppelnull erhalten. Doch die letzte Zahl kann künftig nur noch die Werte eins oder acht annehmen. Dabei steht die Eins für „neue markterobernde Modelle“, also für besonders günstige und robuste Schwellenländer-Autos, während die Acht die gewohnten Modelle kennzeichnet. Der Nachfolger des gerade vorgestellten Peugeot 208 wird also wieder 208 heißen. (imp)