Studie: Weltweit über 44 Millionen UMTS-Nutzer
In Westeuropa ordert inzwischen ein Drittel der Neukunden ein WCDMA-fähiges Endgerät. Den größten Zuwachs erlebt WCDMA in Asien mit einem Zuwachs von 4,4 Millionen neuen UMTS-Nutzern, stellt Informa Telecoms & Media fest..
Weltweit ist die Zahl der Nutzer WCDMA-fähiger Mobilfunkgeräte Ende 2005 auf 44,4 Millionen Kunden geklettert, teilen die Marktforscher von Informa Telecoms & Media fest. In Westeuropa, wo der Mobilfunkstandard zumeist als UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) bezeichnet wird, betrug die Zahl der im vierten Quartal neu hinzugekommenen WCDMA-Nutzer rund vier Millionen und stellte damit ein knappes Drittel der 12,4 Milionen neuer Mobilfunkkunden. Weltweit betrug die Zahl der WCDMA-Neuverträge im vierten Quartal 8,4 Millionen, entsprechend acht Prozent des Nettozuwachses an Mobilfunk-Teilnehmern. Das stärkste WCDMA-Wachstum verzeichnete im gleichen Zeitraum Asien mit 4,4 Millionen (11 Prozent der Neukunden).
Ende 2004 hatte die Zahl der WCDMA-Nutzer weltweit 16,85 Millionen betragen. Im starken Zuwachs sehen die Marktforscher den Beleg dafür, dass sich der WCDMA-Standard nach einem ersten Hype, dem Verzögerungen beim Netzaufbau und der Verfügbarkeit geeigneter Geräte folgten, etabliert hat. Noch 2005 – fünf Jahre nach den kostenträchtigen UMTS-Auktionen in Deutschland und Großbritannien – wartete UMTS noch auf den Durchbruch. Erst vor wenigen Tagen prognostizierte Forrester Research noch, dass WCDMA in Europa erst zum Ende des Jahrzehnts zum führenden Standard für mobile Datendienste aufsteigt.
Die Implementierung des "Datenturbos" HSDPA für UMTS-Netze wird den Trend zum mobilen breitbandigen Surfen noch verstärken, sagt hingegen Informa Telecoms & Media voraus. In Österreich ist HSDPA seit kurzem in Großstädten kommerziell verfügbar, und mit Beginn der CeBIT im März plant T-Mobile in Deutschland, HSDPA freizuschalten und kündigt unter anderem eine HSDPA-fähige Surfbox als Alternative zur Festnetz-Internetverbindung an. Auch Wettbewerber Vodafone D2 hat seit einigen Monaten HSDPA-fähige Laptop-Karten im Angebot. Angesichts der Zuwächse an UMTS-Kunden sieht sich das Düsseldorfer Unternehmen als UMTS-Marktführer in Deutschland. (ssu)