Kurz gefahren: SsangYong Korando 2.0 e-XDi
Der Ssangyong Korando ist in Deutschland ein ausgesprochener Exot. Die 175 PS starke Dieselversion hinterließ bei uns einen guten Eindruck. Das gute Preis-Leistungs-Verhältnis macht den Korando zum Geheimtipp in seiner Klasse.
- Henry Dinger
Haar, 22. November 2012 – Der SsangYong Korando ist hierzulande ein Exot. Nur 273 Exemplare wurden von Januar bis Juli 2012 neu zugelassen, vom VW Tiguan beispielsweise waren es 34.309 Fahrzeuge. Doch der SsangYong ist ein Geheimtipp im Kompakt-SUV-Bereich. Der 4,41 Meter lange Koreaner besticht vor allem mit praktischen Eigenschaften. So bietet er einen 486 Liter großen Kofferraum, der sich durch die große Öffnung gut beladen lässt. Nach dem Umlegen der Rücksitzlehnen entsteht ein Raum von 1312 Liter, der eine ebene Grundfläche bietet. Der Fond selbst ist geräumig und punktet mit viel Kopf- und Kniefreiheit. Die Gäste in der zweiten Reihe können sogar die Annehmlichkeiten von Sitzheizungen (!) und neigungsverstellbaren Lehnen genießen. Die ebenfalls beheizbaren Sessel für Fahrer und Beifahrer sind bequem, lassen aber etwas an Seitenhalt vermissen.
Gute Federung, exakte Schaltung
Mit dem 175 PS starken Zweiliter-Diesel ist der Korando für den Alltag bestens gerüstet. Das Aggregat bringt den Wagen durchzugsstark voran, ist aber bei sportlicher Fahrweise durstig: Der Hersteller nennt 6,4 Liter, wir haben 8,9 Liter verbrannt. Das Fahrwerk bietet guten Federungskomfort und erlaubt auch ambitionierte Kurvenfahrten, ohne den Wagen ins Wanken zu bringen. Die sechs Vorwärtsgänge der Handschaltung lassen sich exakt sortieren, dafür dürfte die Lenkung gern weniger leichtgängig und etwas direkter sein. Dank seines Allradantriebes ist der Korando gut für Strecken mit losem Untergrund geeignet. Während der Fahrt auf dem Asphalt wird nur die Vorderachse angetrieben. Sobald die Traktion nachlässt, wird die Kraft blitzschnell und für die Insassen unmerklich auch an die Hinterräder geleitet. Auf Knopfdruck lässt sich der 4x4-Antrieb auch sperren. Super ist die Ausstattung: Unser Testwagen der Top-Linie Sapphire hat für 28.490 Euro unter anderem 18-Zoll-Felgen, Parkpiepser hinten, die Lederausstattung, die Klimaautomatik und ein CD-Radio an Bord.
Kurz gefahren: SsangYong Korando 2.0 e-XDi (21 Bilder)
