Rambus setzt auf Expansion

Das kalifornische Unternehmen Rambus will expandieren. Die Grundlage dafĂĽr bildet die Lizenzierung hauseigenen Know-hows.

vorlesen Druckansicht 2 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Das Wirrwarr um die neuen RDRAM-Speicherchips in PCs ist noch nicht ganz beendet, da nimmt Rambus eine Kurskorrektur vor: Das Unternehmen will künftig verstärkt auf Expansion setzen.

Der neue Kurs hat zu einem personellen Umbau an der Unternehmensspitze geführt: Der bisherige Chef Geoff Tate räumt seinen Sessel für den bisherigen "Vice President" David Mooring, bleibt aber Geschäftsführer und soll sich künftig intensiver um die Unternehmensstrategie kümmern. Nachfolger von Mooring wird Subodh Toprani, der die neugeschaffene Venture-Abteilung führt. Diese befasst sich mit Akquise und Investitionen.

Das Unternehmen Rambus verdient sein Geld hauptsächlich mit dem Verkauf von Know-how und weniger mit der Herstellung von Speicherchips oder anderen Hardwarebausteinen, wie Beobachter von Branchennachrichten leicht meinen könnten. Die von Rambus entwickelten Datenübertragungsverfahren werden von anderen Hardwareherstellern für ihre Produkte lizenziert. Eine wichtige Einnahmequelle von Rambus waren bislang Spielkonsolen: So setzt etwa Nintendo das Rambus-Konzept ein, um auch bei relativ wenig Arbeitsspeicher einen hohen Datendurchsatz zu erzielen. Schnelle Datentransfers zwischen Prozessoren und RAM sind aber zunehmend auch in anderen Anwendungsbereichen interessant, als neues Geschäftsfeld hat man bei Rambus die Netzwerk-Kommunikation ins Auge gefasst. Hier konkurriert der Rambus mit anderen Konzepten, wie beispielsweise Embedded DRAM.

Um die Finanzierung des neuen Expansionskurses macht sich Rambus wenig Sorgen: Die Lizenzgebühren für das neue Playstation-2-Modell sollen im nächsten Jahr die Kriegskasse füllen. (ciw)