USA planen "Clean Coal"-Großprojekt

Ein 275-Megawatt-Kohlekraftwerk soll bis zu 60 Prozent der CO2-Emmissionen in saline Aquifere abscheiden.

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Fünfzehn Monate, nachdem das ehrgeizige FutureGen-Kraftwerksprojekt von der Bush-Regierung zurückgestellt wurde, ist dem Plan nun wieder neues Leben eingehaucht worden: Amerikas erster Versuch, eine umweltfreundliche Kohleverstromung in kommerziellem Maßstab aufzubauen, soll Fördermittel des US-Energieministeriums in Höhe von 1,073 Milliarden Dollar erhalten, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Befürworter des Projekts begrüßen die Nachricht als wichtige Chance für die Vereinigten Staaten, schließlich kommt dort die Hälfte des Stroms aus der Kohle. So könne sich das Land als globaler Vorreiter bei der so genannten "Clean Coal"-Technologie etablieren.

Die wiedergeborene FutureGen-Allianz aus mehreren Energieversorgungsunternehmen wird an ihrem Konzept, das sie bereits im Jahr 2003 angekündigt hatte, weitgehend festhalten: Es soll sich um eine 275-Megawatt-Anlage mit integrierter Kohlevergasung (IGCC) handeln. Nach der Verstromung wird dabei das Kohlendioxid abgetrennt und tausende Meter in den Boden in salzwasserführende Sandsteinschichten, sogenannte saline Aquifere, gepumpt.

Insgesamt 60 Prozent des CO2 sollen so zurückgehalten werden, ursprünglich war eine Abscheidungsrate von 90 Prozent angedacht. Erster Spatenstich der im US-Bundesstaat Illinois geplanten Anlage könnte im Jahr 2010 sein.

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(bsc)