Obermann: Telekom-Umbau wird sozialverträglich umgesetzt

In den vergangenen zehn Jahren wurde die Beschäftigtenzahl des größten europäischen Telekommunikationskonzerns durchschnittlich um rund 10.000 pro Jahr verringert. Im Inland beschäftigt das Bonner Unternehmen derzeit rund 150.000 Mitarbeiter.

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  • dpa

Die Deutsche Telekom will den laufenden Konzernumbau weiterhin ohne betriebsbedingte Kündigungen umsetzen. Wie in der Vergangenheit werde der Umbau sozialverträglich gestaltet, sagte Vorstandschef René Obermann in Berlin. Die Telekom hat nach eigenen Angaben im Vergleich zu Wettbewerbern wie France Telecom höhere Personalkosten und will diese daher weiter senken. Im Inland steht das Unternehmen angesichts der anhaltenden Kundenverluste und des harten Preiswettbewerbs unter erheblichem Sparzwängen, vor allem im Festnetzgeschäft.

In den vergangenen zehn Jahren wurde die Beschäftigtenzahl des größten europäischen Telekommunikationskonzerns durchschnittlich um rund 10.000 pro Jahr verringert. Derzeit läuft ein Stellenabbauprogramm, das den Weggang von 32.000 Beschäftigten bis Ende 2008 vorsieht. Davon wurde die Hälfte bereits umgesetzt. Als Teil seiner Strategie hat Obermann zudem rund 50.000 Mitarbeiter konzernintern in die neue Einheit T-Service verlagert. Die Betroffenen verdienen bei T-Service weniger und müssen länger arbeiten; eine Einigung mit der Gewerkschaft wurde hier nur nach heftigen Auseinandersetzungen und Streiks erreicht. Im Inland beschäftigt das Bonner Unternehmen rund 150.000 Mitarbeiter.

Ein weiterer Baustein von Obermanns Strategie ist der Verkauf von Randbeteiligungen wie die Funktürme oder die Immobilientochter. Davon sind voraussichtlich mehrere 10.000 Beschäftigte betroffenen. Am Dienstag kündigte das Unternehmen zudem an, seine Techniksparte Vivento Technical Service mit 2000 Beschäftigten an den Netzwerkausrüster Nokia Siemens zu verkaufen.

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(dpa) / (jk)