Mercedes Golf-Klasse

Erstaunlich, dass die schlichten Golf-Carts bisher noch nicht vom Prestigedenken ihrer Benutzer erfasst wurden, die sich ja sonst gern in exklusiven Autos von Premium-Herstellern zeigen. Daimlers Studie könnte lukrative, neue Märkte erschließen - auf den Greens dieser Welt

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Stuttgart, 25. Juli 2013 – Ein Golf-Cart hat meistens vier Räder, zwei Sitze, ein Lenkrad und ein Dach. Diese Sonderform eines Elektroautos bringt Golf-Spieler mit ihrer schweren Ausrüstung zu den Abschlagstellen. Fast erstaunlich, dass diese schlichten Karren bisher noch nicht vom Prestigedenken ihrer Benutzer erfasst wurden, die sich ja sonst gern in exklusiven Autos von Premium-Herstellern zeigen. Einziger Ausweg für Extrovertierte waren bislang Plastikkarosserien im Stil teurer Autos, die den Carts einfach übergestülpt wurden. Das war natürlich auch nicht recht Sache des überwiegend gediegeneren Publikums.

Das könnte sich nun mit der "Vision Golf Cart" ändern. Wie zu erwarten, hat diese Vision ein Premium-Anbieter, nämlich Daimler. Seine Bilder zeigen neben einer neuen Schnittigkeit, die sich deutlich von den eher drögen Transportern abhebt auch innovative technische Lösungen. In die Studie flossen Ideen und Wünsche von Golfspielern ebenso ein wie mit Technologien aus der Mercedes-Autotechnik.

Mercedes Golf-Klasse (14 Bilder)

Mercedes Vision Golf Cart

Mercedes-Identity stiftet der aktuelle "Diamantgrill", die Batterie wird von einem Solarmodul im Dach oder an der Steckdose geladen. Gesteuert wird das Gefährt per Joystick in der Mittelkonsole, dort finden auch iPad oder iPhone in einer Dockingstation Platz. Die Mobilgeräte können darin neben ihren Kommunikationsaufgaben auch die Funktionen des Hightech-Carts steuern. Bluetooth-Telefonie ermöglicht die Bestellung von Speisen und Getränke beim Clubhaus. Ein Head-up-Display kann den aktuellen Spielstand oder die Wetterdaten in die Windschutzscheibe projizieren. Untereinander vernetzt können die Carts per "Fore-Button" andere Spieler bei einem Fehlschlag schnell warnen. Alle Golf-Carts in der Gefahrenzone geben dann ein Warnsignal aus.

Die Komfortausstattung erfüllt hohe Ansprüche: Die elektrisch verstellbaren Sitze sind beheiz- und belüftbar, eine Nackenheizung soll an kühlen Tagen Verspannungen vorbeugen und gegen Hitzestau ist eine Klimaanlage eingebaut. Optional sind einhängbare Leichtbau-Türen.